PARIS. Während der linksextremen Ausschreitungen in Frankreich (JF berichtete) ist das Nelson-Mandela-Gymnasium in Nantes niedergebrannt. Videoaufnahmen zeigen, wie der Eingangsbereich des Gebäudes von meterhohen Flammen verschlungen wird. Die Schule musste evakuiert werden.
‼️🔥🇫🇷 𝗔𝗟𝗘𝗥𝗧𝗘 𝗜𝗡𝗙𝗢 — Le lycée Nelson-Mandela, à Nantes, est ravagé par les flammes à la suite d’un incendie volontaire survenu lors d’un blocus de l’établissement. pic.twitter.com/caVk3Hbxcq
— Bastion (@BastionMediaFR) October 1, 2026
Die Präsidentschaftskandidatin des rechten Rassemblement National, Marine Le Pen, warf dem Chef der linksextremen Partei La France insoumise (LFI), Jean-Luc Mélenchon, vor, eine Mitschuld an den Ausschreitungen zu tragen. „Indem er persönlich vor den Gymnasien erscheint, um die Jugendlichen anzustacheln, indem er seine Anhänger zum Aufstand aufruft und indem er seine Abgeordneten auf die Schulgelände schickt, trägt Jean-Luc Mélenchon eine schwere Verantwortung für die Situation, mit der unser Land heute konfrontiert ist“, schrieb Le Pen auf X. Mélenchon hatte sich bereits am Mittwoch mit jugendlichen Demonstranten vor einer Schule ablichten lassen.
Marseille, Lyon, Grenoble, Besançon, Nîmes, Strasbourg : partout en France, la situation dégénère. Des professeurs sont attaqués, du mobilier urbain est incendié, des bus sont caillassés.
En se rendant personnellement devant les lycées pour haranguer les jeunes, en appelant ses…
— Marine Le Pen (@MLP_officiel) October 1, 2026
Auch der rechte Politiker Éric Zemmour verurteile die Unterstützung der Gewalt. „Die Gewalt der letzten Tage rund um die Gymnasien in den „verlorenen Gebieten“ Frankreichs ist alles andere als trivial. Gewählte Vertreter der extremen Linken unterstützen und entschuldigen sie. Wir müssen sie daher als das erkennen, was sie ist: eine Generalprobe, eine Vorschau im kleinen Maßstab auf das Chaos, das Mélenchon und die LFI für Frankreich vorbereiten“, schrieb er auf X.
LFI-Bürgermeister tanzt vor Flammen
Im Pariser Brennpunktstadtteil Saint-Denis feierte der örtliche Bürgermeister – Bally Bagayoko vom LFI – gemeinsam mit den randalierenden Schülern. Videoaufnahmen zeigen ihn vor einem offenen Feuer, singend und tanzend mit den Schülern. Bagayoko war erst im März zum Bürgermeister gewählt worden. Saint-Denis ist die erste Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern, die vom LFI regiert wird. Bei seinem Amtsantritt hatte Bagayoko betont, er wolle mit seiner Politik „das neue Frankreich“ verkörpern.
Outrage in France after Bally Bagayoko, the far-left mayor of the country’s most infamous no-go zone Saint-Denis joined student rioters who were attacking a high school in the area.
He could be seen laughing with them, giving high fives and jumping up and down.
Bagayoko is the… pic.twitter.com/FuawgU2iIY
— Visegrád 24 (@visegrad24) September 30, 2026
Bereits am Vortag hatte der Politiker verkündet, Gewalt könne manchmal ein legitimes Mittel von Protest sein. Er betrachte sie als sinnvolle Gegenwehr angesichts brutaler Polizeigewalt.
Auch andere Politiker des LFI zeigten sich von der Gewalt unbeeindruckt. Die LFI-Abgeordnete Mathilde Panot veröffentlichte auf X ein Video, welches sie mit demonstrierenden Jugendlichen zeigt. „Diese Bilder werden Sie nicht auf C-News. Oder BFM-TV sehen“, schrieb sie dazu. „Ehre sei der Jugend, die die Geschichte des Landes schreibt. Frankreich, das sind sie!“
Migranten attackieren weißen Jugendlichen
Insgesamt wird in mehreren hundert Städten Frankreichs demonstriert – und in zahlreichen Orten gibt es Ausschreitungen. Videoaufnahmen aus Bordeaux zeigen mehrere gewaltige Rauchsäulen, die über der Stadt aufsteigen.
Fire rises from attacked schools across Bordeaux as the riots by second and third-generation migrants continue spreading across France pic.twitter.com/VgtMF8lM57
— Visegrád 24 (@visegrad24) October 1, 2026
Aufnahmen aus La Rochelle zeigen, wie eine Gruppe migrantischer Jugendlicher einen weißen Gleichaltrigen attackieren und auf ihn einschlagen. In Marseille wurde ein Journalist des Medienkonzerns Groupe 6 während seiner Berichterstattung attackiert. Die Angreifer zerstörten seine Kamera und verletzten den Mann. Auch öffentliche Busse wurden in der Stadt wahllos attackiert, mit Steinwürfen beschädigt und in Brand gesetzt.
Randalierer greifen Lehrer an
Bereits am Mittwoch waren in sozialen Medien Videos aufgetaucht, in denen migrantische Jugendliche in den Städten Toulouse und Lille Lehrer angriffen. An der Stéphane-Hessel-Schule in Toulouse versuchte eine Lehrkraft offenbar, sich mit einem Feuerlöscher gegen die Angreifer zu wehren, wurde von diesen allerdings zu Boden geworfen.
🔴🇫🇷 𝗙𝗟𝗔𝗦𝗛 𝗜𝗡𝗙𝗢 — Un professeur a été MIS À TERRE et FRAPPÉ alors qu’il tentait d’éteindre un feu de poubelle au lycée Stéphane-Hessel, à Toulouse. pic.twitter.com/nHKp4nWEqp
— Bastion (@BastionMediaFR) September 29, 2026
Ursprünglich richteten sich die Proteste gegen fehlende Lehrer und schlechte Lernbedingungen im Großraum Paris. Nach einer Untersuchung des französischen Bildungsministeriums wurden im Schuljahr 2024/25 an öffentlichen weiterführenden Schulen 9,8 Prozent der vorgesehenen Unterrichtsstunden nicht erteilt. Davon entfielen 7,5 Prozentpunkte auf fehlende Vertretungen für abwesende Lehrer und 2,3 auf vollständige Schulschließungen. An den am stärksten betroffenen Einrichtungen fiel mehr als jede siebte Stunde aus. Schüler aus Saint-Denis berichteten der Neuen Zürcher Zeitung zudem von Schimmel, Ungeziefer, undichten Räumen und fehlender Belüftung.
Ab kommendem Montag will die Regierung eine digitale Plattform öffnen, auf der Schüler ihre Forderungen einbringen können. Anschließend sollen die Anliegen landesweit ausgewertet werden. Die Schülerorganisationen setzen vorerst auf weiteren Druck und haben für Donnerstag sowie den kommenden Dienstag neue Aktionen angekündigt. (lb/rr)





