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„Nicht hinnehmbar“: Fast 2.000 Festnahmen nach linksextremen Krawallen in Frankreich

„Nicht hinnehmbar“: Fast 2.000 Festnahmen nach linksextremen Krawallen in Frankreich

„Nicht hinnehmbar“: Fast 2.000 Festnahmen nach linksextremen Krawallen in Frankreich

Eine brennende Mülltonne hinter einem schwarzen Schüler: Frankreich im Ausnahmezustand. Foto: picture alliance / AP Photo/Jean-Francois Badias | Jean-Francois Badias
Eine brennende Mülltonne hinter einem schwarzen Schüler: Frankreich im Ausnahmezustand. Foto: picture alliance / AP Photo/Jean-Francois Badias | Jean-Francois Badias
Eine brennende Mülltonne hinter einem schwarzen Schüler: Frankreich im Ausnahmezustand. Foto: picture alliance / AP Photo/Jean-Francois Badias | Jean-Francois Badias
„Nicht hinnehmbar“
 

Fast 2.000 Festnahmen nach linksextremen Krawallen in Frankreich

Hunderte geschlossene Schulen, Tritte auf Beamte, Flammenwerferattacken auf Frauen: Die linksextremen Ausschreitungen in Frankreich nehmen kein Ende. Neue Videos zeigen das Ausmaß der Verrohung.
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PARIS. Frankreichs Innenministerium hat nach linksextremen Ausschreitungen 1.949 Festnahmen allein am vergangenen Donnerstag vermeldet. Seit Montag wurden insgesamt 1.793 Personen nach der Festnahme in Polizeigewahrsam genommen. 305 Polizisten und Gendarmen wurden dabei verletzt.

Hintergrund sind landesweite Besetzungen von Oberstufengymnasien, die seit zwei Wochen stattfinden. Die dafür Verantwortlichen wollen nach eigenen Angaben gegen die Zustände dort protestieren, darunter gegen den Unterrichtsausfall und den maroden Zustand der Schulgebäude (JF berichtete). Aufgrund der massiven Gewalt bleiben über 400 Gymnasien am Freitag geschlossen, wie der Bildungsminister Édouard Geffray mitteilte. Der Unterricht soll dort ausschließlich digital stattfinden. Um die geschlossenen Schulen herum wurde ein Demonstrationsverbot verhängt.

Laut Geffray seien an vielen Schulen Brandschutzsysteme zerstört und das Personal „sehr gezielt und mit Absicht“ ins Visier genommen worden. Ein Kurzfilm zeigt etwa, wie der Eingang zu einem Pariser Gymnasium brennt.

Attacken auf Lehrer und Polizisten in ganz Frankreich

Videomaterial zufolge griffen mehrere Randalierer in der französischen Hauptstadt zudem eine Polizistin an, die ihr Funkgerät aufheben wollte. Sie verfolgten die Beamtin, brachten sie zu Boden und traten mehrfach auf sie ein. Ein Beteiligter rief dabei „Tötet sie!“. Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungskräfte. Innenminister Laurent Nuñez verurteilte die Tat. „Ein solcher Angriff auf eine Vertreterin der Ordnungskräfte ist nicht hinnehmbar“, schrieb er auf dem Kurznachrichtendienst X.

Ein weiteres Video aus Marseille zeigt, wie die Marodeure eine Frau mit einem improvisierten Flammenwerfer aus einer Spraydose und einem Feuerzeug besprühen. Nach Angaben einer Bekannten des Opfers wollten sie damit eine Haltestelle anzünden. Als ihre Freundin interveniert habe, sei diese „brutal“ angegriffen worden und habe Verbrennungen auf der linken Gesichtsseite erlitten, heißt es in ihrem Beitrag auf der Plattform Facebook.

In Annecy konfrontierte zudem eine Gymnasiallehrerin mehrere Jugendliche, die den Parkplatz blockiert hatten. Daraufhin schlug ein schwarzer Schüler im Anzug ihr ins Gesicht.

Linksextremer Politiker verteidigt die Proteste

Nach Einschätzung der französischen Geheimdienste seien die Proteste und die anschließenden Ausschreitungen ein von der linksextremen Partei La France insoumise und ihrem Vorfeld organisiertes Manöver, teilte die Regierungskanzlei mit. Premierminister Sébastien Lecornu hatte bereits am Montag der Vereinigung des linksradikalen Präsidentschaftskandidaten Jean-Luc Mélenchon eine „verantwortungslose Eskalation“ vorgeworfen. „Nichts rechtfertigt es, Schüler, Mitarbeiter oder Polizisten in Gefahr zu bringen. Doch vor diesem Hintergrund rufen Abgeordnete von La France insoumise dazu auf, die Proteste auszuweiten. Diese Eskalation ist unverantwortlich“, mahnte er.

Mélenchon selbst wies die Vorwürfe zurück und verteidigte die Proteste. „Es bedurfte einer zehntägigen Mobilisierung der Schüler, bis die Regierung sich bereit erklärte, die Schülerorganisationen zu empfangen“, betonte er. Für Freitag wurden Vertreter der Schüler- und Elternverbände sowie Gewerkschaften ins Bildungsministerium eingeladen, um über mögliche Zugeständnisse zu verhandeln. (kuk)

Eine brennende Mülltonne hinter einem schwarzen Schüler: Frankreich im Ausnahmezustand. Foto: picture alliance / AP Photo/Jean-Francois Badias | Jean-Francois Badias
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