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Rechtsblock knapp hinten: Äußerst knappes Ergebnis bei Reichstagswahl in Schweden

Rechtsblock knapp hinten: Äußerst knappes Ergebnis bei Reichstagswahl in Schweden

Rechtsblock knapp hinten: Äußerst knappes Ergebnis bei Reichstagswahl in Schweden

Wahl in Schweden: Muss jetzt auf die Auslands-Schweden hoffen: Ministerpräsident Ulf Kristersson von den „Moderaten“.
Wahl in Schweden: Muss jetzt auf die Auslands-Schweden hoffen: Ministerpräsident Ulf Kristersson von den „Moderaten“.
Muss jetzt auf die Auslands-Schweden hoffen: Ministerpräsident Ulf Kristersson von den „Moderaten“. Foto: picture alliance / TT NEWS AGENCY | Christine Olsson/TT
Rechtsblock knapp hinten
 

Äußerst knappes Ergebnis bei Reichstagswahl in Schweden

Ein einziges Mandat trennt Links- und Rechtsblock nach der Wahl in Schweden. Doch die Auszählung ist noch nicht zu Ende. Jetzt entscheiden die Stimmen der Auslands-Schweden.
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STOCKHOLM. Nachdem Umfragen einen deutlichen Sieg der oppositionellen linken Parteien in Schweden vorausgesagt haben, kam es am Wahlabend zu einer Überraschung. Es gibt ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem regierenden Rechtsblock. Die vier Parteien kommen nach der bisherigen Auszählung auf 174 Sitze im Reichstag – ein Mandat weniger als die vier linken Parteien.

Ankommen wird es jetzt auf die Schweden, die im Ausland gewählt haben. Ihre Voten werden erst bis Mittwoch ausgezählt.

Der Wahlabend brachte zwei weitere, so nicht erwartete Ergebnisse: Die Schwedendemokraten, vergleichbar mit der AfD, die bisher die Minderheitsregierung der drei Mitte-Rechts-Parteien duldeten und an der nächsten Regierung beteiligt werden sollten, verloren mehr als drei Prozentpunkte und kommen mit 17,5 Prozent nur noch auf Platz drei.

Auch Schwedens Sozialdemokraten verlieren

Auch die Sozialdemokraten, Anführer des linken Lagers, büßten im Vergleich zur vorigen Wahl von vor vier Jahren 2,4 Prozentpunkte ein, blieben aber mit 27,9 Prozent der Stimmen deutlich stärkste Kraft. Ihre Verluste werden kompensiert durch Gewinne am linken Rand. Die Linkspartei erzielte 8,3 Prozent (+1,6), die Grünen kamen auf 6,1 Prozent (+1,1).

Die links-liberale Zentrumspartei stagniert bei rund sieben Prozent. Sie hat vor der Wahl eine Koalition mit der Linkspartei ausgeschlossen. Insofern könnte die Regierungsbildung, sollte es bei dem knappen Vorsprung bleiben, schwierig werden. Allerdings sind Minderheitsregierungen in Schweden üblich. Die Zentrumspartei könnte die Links-Regierung tolerieren und so die sozialdemokratische Ex-Premierministerin Magdalena Andersson wieder zur Regierungschefin machen.

Ministerpräsident Kristersson vor dem Aus

Sie würde Ulf Kristersson ablösen, dessen Partei „Die Moderaten“ sich um knapp einen Prozentpunkt auf 19,9 Prozent verbesserte und damit Platz zwei von den Schwedendemokraten eroberte. Auch die anderen beiden Regierungsparteien verzeichneten leichte Zugewinne. Die Christdemokraten erreichten 6,2 und die Liberalen 5,4 Prozent.


Doch die Verluste der Schwedendemokraten konnten die drei Parteien nicht ausgleichen, so dass der Rechtsblock die Wahl bisher äußerst knapp verloren hat. Das konservative Lager richtet seine Hoffnungen nun auf die Stimmen der Auslands-Schweden. (fh)

Muss jetzt auf die Auslands-Schweden hoffen: Ministerpräsident Ulf Kristersson von den „Moderaten“. Foto: picture alliance / TT NEWS AGENCY | Christine Olsson/TT
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