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Österreich: 20 Wiener Polizisten müssen jugendlichen IS-Anhänger rund um die Uhr bewachen

Österreich: 20 Wiener Polizisten müssen jugendlichen IS-Anhänger rund um die Uhr bewachen

Österreich: 20 Wiener Polizisten müssen jugendlichen IS-Anhänger rund um die Uhr bewachen

Der IS-Fan will unbedingt ein Blutbad im Namen Allahs anrichten. Foto: picture alliance / NOAH MAY / APA / picturedesk.com | NOAH MAY
Der IS-Fan will unbedingt ein Blutbad im Namen Allahs anrichten. Foto: picture alliance / NOAH MAY / APA / picturedesk.com | NOAH MAY
Der IS-Fan will töten. Foto: picture alliance / NOAH MAY / APA / picturedesk.com | NOAH MAY
Österreich
 

20 Wiener Polizisten müssen jugendlichen IS-Anhänger rund um die Uhr bewachen

Can will in Wien unbedingt ein Blutbad im Namen Allahs anrichten. Trotzdem wird er vorzeitig aus der Haft entlassen. Jetzt müssen ihn 20 Elite-Polizisten rund um die Uhr bewachen. Die FPÖ ist empört.
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WIEN. Ein 16-Jähriger mit türkischen Wurzeln ist nach zwei Verurteilungen wegen islamistischer Straftaten erneut vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Der mittlerweile IS-Anhänger soll seither rund um die Uhr überwacht werden. Nach Angaben der FPÖ sind dafür täglich 20 Polizisten notwendig, zudem stehe die Spezialeinheit Cobra jederzeit zum Eingreifen bereit.

Bekannt wurde der türkischstämmige Wiener im Februar 2025. Damals nahmen ihn Ermittler im Alter von 14 Jahren fest, als er einen islamistischen Anschlag auf den Wiener Westbahnhof vorbereitete (die JF berichtete).

Bei einer Durchsuchung fanden die Ermittler Skizzen des Bahnhofs. Darauf waren mit Macheten und Maschinengewehren bewaffnete Strichmännchen zu sehen, die auf Passanten und Polizisten losgingen. Eine weitere Zeichnung enthielt eine Anleitung zum Bau einer Bombe. In einem Kellerabteil stellten die Beamten Aluminiumrohre, Tischbeine und Klebeband sowie eine Flagge mit dem islamischen Glaubensbekenntnis sicher.

Can kündigte ein „Blutbad“ an

In einem Chat mit einem anderen Islamisten kündigte Can österreichischen Medien zufolge an: „Ich werde ein Blutbad anrichten und jeden erstechen, der mir in die Quere kommt.“ Im Juli 2025 verurteilte ihn das Wiener Landesgericht zu zwei Jahren Haft, davon acht Monate unbedingt. Die Staatsanwaltschaft bescheinigte dem Jugendlichen eine hohe Gewaltbereitschaft.

Im Herbst kam der türkischstämmige IS-Anhänger auf Bewährung frei. Nur vier Wochen später nahmen ihn die Behörden erneut fest. Can hatte versucht, in einem Army-Shop ein zwölf Zentimeter langes Kampfmesser zu kaufen. Weil er selbst vor dem Geschäft wartete, besorgte ihm sein Cousin die Waffe.

Auf dem beschlagnahmten Mobiltelefon fanden die Ermittler Suchanfragen zu Messern, Nagelbomben und Rohrbomben. Can hatte außerdem nach den Begriffen „Machete kaufen“ und „Axt kaufen“ gesucht. Vor Gericht erklärte er im März: „Ich will als Märtyrer auf dem Weg Gottes sterben. Wer will das nicht?“

Psychologin warnte vor dem Jugendlichen

Nach dem zweiten Schuldspruch kam der Jugendliche in die Justizanstalt Klagenfurt. Dort soll er den syrischen Islamisten verherrlicht haben, der im Februar 2025 in Villach einen 14-Jährigen erstach und fünf weitere Menschen verletzte. Eine Anstaltspsychologin hatte Can österreichischen Medien zufolge bereits zuvor als „extrem gefährlich“ eingestuft.

Trotzdem wurde der 16-Jährige Ende August erneut vorzeitig entlassen. Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst erklärte lediglich, es seien „geeignete Maßnahmen“ getroffen worden. Angaben zum Umfang der Überwachung machte die Behörde nicht.

Der FPÖ-Nationalratsabgeordnete und Polizeigewerkschafter Reinhold Maier wirft der Justiz vor, die Beamten mit den Folgen ihrer Entscheidungen alleinzulassen. „Die Justiz hat hier zweimal unverantwortlich gehandelt – und ausbaden müssen es die Polizisten“, sagte er. (rr)

Der IS-Fan will töten. Foto: picture alliance / NOAH MAY / APA / picturedesk.com | NOAH MAY
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