David Cameron
David Cameron bei der Rede: Kindesmißbrauch Mißbrauchsskandal „im industriellen Ausmaß“
Großbritannien

Neuer Mißbrauchsskandal „im industriellen Ausmaß“

LONDON. Ein neuer Mißbrauchsskandal durch Pakistaner sorgt in Großbritannien für Entsetzen. Ein vor wenigen Tagen veröffentlichter Bericht wirft den Behörden der Grafschaft Oxfordshire vor, bei der sexuellen Ausbeutung von mindestens 373 minderjährigen weißen Mädchen systematisch weggeschaut zu haben. Premier David Cameron (Tory) zeigte sich in einer Rede erschüttert und sprach von einem Mißbrauch „im industriellen Ausmaß“.

Ähnlich wie in Rotherham sollen auch in Oxfordshire kriminelle Banden aus dem pakistanischen Einwandermilieu Jagd auf weiße Minderjährige gemacht haben. Ihre Opfer, bevorzugt aus der weißen Unterschicht, sollen durch Gruppenvergewaltigungen, Drogen und Alkohol gefügig gemacht worden sein. „Was mit den minderjährigen Opfern der sexuellen Ausbeutung in Oxfordshire passierte, war unbeschreiblich grausam“, sagte der leitende Autor der Studie, Alan Bedford, laut Nachrichtenagentur AFP.

Auch Camerons Mitarbeiterin womöglich betroffen

Schwere Vorwürfe erhob der Bericht gegenüber den zuständigen Behörden der Grafschaft, die die Vorfälle über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren vertuscht haben sollen. Cameron kündigte eine Gesetzesinitiative der Regierung an, die Sanktionen bis hin zu Gefängnisstrafen von fünf Jahren für Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst vorsieht, wenn diese kriminelle Handlungen gegenüber Kinder und Jugendlichen „willentlich ignorieren“.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Vorfälle aus Oxfordshire noch nicht bekannt. Eine Mitarbeiterin Camerons könnte möglicherweise von den jüngsten Vorwürfen selbst betroffen sein. Laut einem Bericht des Mirror war dessen Wahlkampfberaterin Louise Chapman leitendes Mitglied der Jugendführsorge in Oxfordshire und von 2005 bis 2012 verantwortlich für den Kinderschutz, dem im Report schweres Versagen vorgeworfen wird. Kinder und Eltern seien vom Staat im Stich gelassen worden.

Aus dem Jugendheim zur Prostitution verschleppt

In einem Bericht des Daily Mail schildert eine Mutter, wie staatliche Einrichtungen ihr Kind in ein Jugendheim einwiesen. Ihre Tochter sei von dort aus regelmäßig nach London zur Prostitution verschleppt worden. „Niemand dort hat nach ihr geschaut. Dieses Heim war völlig ahnungslos.“ Sie selbst habe auf den Straßen von Oxford nach ihrer Tochter gesucht, da sich Polizei und Sozialeinrichtungen weigerten. Als sie protestierte, habe man ihr wegen ihres „renitenten Verhaltens“ gedroht.

Der britische Regierungschef sprach nach einem Treffen mit einigen der mittlerweile erwachsenen Opfer aus Rotherham von einer „nationalen Bedrohung“ der britischen Gesellschaft: „Kinder wurden ignoriert, manchmal selbst beschuldigt, und Vorfälle unter den Teppich gekehrt“, empörte sich Cameron. „Häufig aufgrund einer verzerrten und fehlgeleiteten Politischen Korrektheit.“ Camerons Wahlkreis liegt in Oxfordshire. (FA)

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