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CNN, FOX News und Co.: Trump auf Sendepause: TV-Streik im Weißen Haus

CNN, FOX News und Co.: Trump auf Sendepause: TV-Streik im Weißen Haus

CNN, FOX News und Co.: Trump auf Sendepause: TV-Streik im Weißen Haus

Mit Achselzucken reagiert Präsident Trump bei einem Termin auf das Fehlen des Kamerateams im Weißen Haus. Foto: picture alliance / abaca | Gripas Yuri/ABACA
Mit Achselzucken reagiert Präsident Trump bei einem Termin auf das Fehlen des Kamerateams im Weißen Haus. Foto: picture alliance / abaca | Gripas Yuri/ABACA
Mit Achselzucken reagiert Präsident Trump bei einem Termin auf das Fehlen des Kamerateams im Weißen Haus. Foto: picture alliance / abaca | Gripas Yuri/ABACA
CNN, FOX News und Co.
 

Trump auf Sendepause: TV-Streik im Weißen Haus

Kein Fernsehen mehr aus dem Weißen Haus? Der Streit zwischen amerikanischen Medien und Präsident Trump erreicht immer neue Höhen. Harte Vorwürfe gehen hin und her: „Verfassungsbruch“ trifft auf „Lügenmärchen“. Nun reagiert die US-Regierung.
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WASHINGTON. Der Streit zwischen führenden Medienkonzernen der Vereinigten Staaten und dem US-Präsidenten hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Nachdem Trump mehreren Reportern die Akkreditierung für das Weiße Haus entzogen hat, haben CNN, MS NOW (früher MSNBC, Anm. d. Red.) und Politico den Staatschef am Montag verklagt.

„Dieser Bann könnte kein direkterer Angriff auf den ersten Verfassungszusatz (der unter anderem die Meinungs- und Redefreiheit garantiert, Anm. d. Red.) oder eine schärfere Verletzung der Prinzipien unserer Verfassung sein“, monierten die drei Unternehmen in einem gemeinsam eingereichten Eilantrag vor einem Bundesgericht. Der Zugang der Kollegen zum Sitz des US-Präsidenten müsse umgehend wiederhergestellt werden.

Trump beschwert sich über „Lügen“ und „Märchen“ der Medien

Am Freitag hatte Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social verkündet, er werde den Reportern der betreffenden Adressen die Akkreditierung entziehen. „Medien sollten nicht die Möglichkeit haben, andauernd Märchen und Lügen über den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu erzählen, während sie über ihn berichten“, echauffierte sich der 80jährige in seinem Post.

Daraufhin hatte das gesamte TV-Pool genannte Fernsehkorps im Amtssitz des Präsidenten, welches normalerweise seinen Alltag dokumentiert, aus Protest seine Arbeit eingestellt. Dieser Pool wird von den fünf großen Medienhäusern der USA bespielt: ABC News, CBS News, CNN, Fox News und NBC News.

Dass auch der konservative Sender Fox News sich mit den linksliberalen Kollegen solidarisierte, gilt als bemerkenswertes Detail. Ausgerechnet der Washington-Chef des Trump-nahen Mediums kündigte der US-Regierung an, dass es keinen Ersatz für die Fernsehberichterstattung der ausgeschlossenen Kollegen von CNN geben werde.

„Keine Regierung sollte die Berichterstattung einschränken, weil sie mit deren Linien nicht einverstanden ist“, beklagten die Sender in einem gemeinsam aufgesetzten Schreiben.

Weißes Haus reagiert mit skurriler „Trump TV“-Ankündigung

Der zuständige Richter in dem Fall ist Timothy J. Kelly, ein 2017 von Trump selbst nominierter Jurist, der 2018 jedoch gegen den Präsidenten urteilte. Damals hatte sich der Journalist Jim Acosta im Prozess „CNN vs. Trump“ erfolgreich gegen den Rauswurf aus dem Weißen Haus gewehrt.

Der TV-Streik im Weißen Haus zeitigte bereits erste skurrile Blüten, da die US-Regierung offenbar trotz allem nicht auf Fernsehbilder verzichten will. Am Montag sendete sie deshalb ein Video von der Eröffnung des neuen Helikopterlandeplatzes vor dem Amtssitz des Präsidenten, das aufgrund fehlender Technik von ohrenbetäubendem Lärm überdeckt wurde. Die Ansprache von Trump vor den versammelten Gästen ging deshalb unter.

Das Weiße Haus will den Streik indes anscheinend nicht auf sich sitzen lassen, sondern kündigte in einem von Technomusik untermalten Video „Trump-TV“ an. Was damit gemeint ist und ob Trump über die Einrichtung eines eigenen Pressestabs nachdenkt, war zunächst unklar. Dann startete am Montag ein Livestream unter dem Titel, der voraussichtlich auch die Übertragungen der geschassten Medien übernehmen soll.

(fw)

Mit Achselzucken reagiert Präsident Trump bei einem Termin auf das Fehlen des Kamerateams im Weißen Haus. Foto: picture alliance / abaca | Gripas Yuri/ABACA
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