Anzeige
Anzeige

Politische Satire: Dions scharfe Geschosse

Politische Satire: Dions scharfe Geschosse

Politische Satire: Dions scharfe Geschosse

Dion – der unbekannte Künstler im Selbstportrait, Quelle: Privat
Dion – der unbekannte Künstler im Selbstportrait, Quelle: Privat
Dion – der unbekannte Künstler im Selbstportrait, Quelle: Privat
Politische Satire
 

Dions scharfe Geschosse

Karikaturen sind scharfe Geschosse im politischen Streit. Zum Beispiel das Bild eines typischen „Fridays for Future“-Backfischs, der ein „Selfie“ von sich schießt, während er ein Schild mit dem Text trägt: „Wir werden halt alle voll sterben so – wenn ich keine Aufmerksamkeit bekomme!“ Idee und Zeichnung: „Dion“ – ebenso wie bei weiteren gehässigen Spottbildern, etwa von Rezo, Ralf Stegner, Oliver Welke und anderen Unsympathen. 

Der junge Künstler, Anfang Dreißig, geboren in Nordrhein-Westfalen, nennt sich selbst einen „Provokateur“. Sein Motto: „Sozialismus ist eine evolutionäre Sackgasse.“ Dabei hat er erst in den letzten Jahren ein politisches Interesse entwickelt. Seit 2017 betreibt der anonym bleibende Illustrator, von dem es keine Fotos, sondern nur diese Zeichnung gibt, unter seinem Künstlernamen einen eigenen Youtube-Kanal, auf dem er ebenso boshafte wie witzige Animationsfilmchen zu politischen Themen veröffentlicht.

Humor in Zeiten des politisch korrekten Wahnsinns

Das brachte ihm prompt Ärger mit dem Big-Tech-Brother ein: Der Google-Konzern sperrte einen satirischen Corona-Cartoon, in dem sich der Wahlniedersachse mit dem leicht extravaganten Johnny-Depp-Look über die Argumente von Impfpflicht-Befürwortern lustig macht. Grund für die Zensur bei 40.000 Klicks: angebliche „medizinische Fehlinformationen“. Inzwischen hat Youtube den Film wieder freigeschaltet.

Aus Wut und Verzweiflung über die Lage (Eigenzuschreibung: „Geduld ist nicht meine Stärke“) vernetzt sich Dion mit anderen „Persönlichkeiten des deutschen politischen Youtubes“, wie Feroz Khan. Für Personen, die ihm besonders imponieren, hat der eigenwillige Kreative augenzwinkernd einen eigenen Preis gestiftet: das „Stahleier- Abzeichen“. Die ersten „Eier aus Stahl“ hat sich der Welt-Journalist Tim Röhn für seine kritische Recherche zur offiziellen Covid-Berichterstattung verdient. 

Wer’s verpaßt ist selbst schuld

Natürlich gibt es auch einen Negativpreis, nämlich das goldene „Gesäß mit Ast“ für „Individuen, die ihre Ansichten mit angezogener Handbremse entwickeln, weil ihr Hauptmotiv ist, sich an Regeln zu halten und als Musterknabe zu gelten“. Außerdem verleiht er für „außergewöhnliche Lockerheit und Sinn für (politisch inkorrekten) Humor in Zeiten des politisch korrekten Wahnsinns“ den „Goldenen Negerkuß“. Die erste Verleihung steht allerdings noch aus. Na, wenn das keine Motivation ist!

Jüngst hat der Unbekannte mit dem spitzen Zeichenstift sein Feld allerdings erweitert: Seit kurzem betreibt Dion auch einen englischsprachigen Youtube-Kanal namens „Dion Cartoons“ sowie – weil jeder mal „Urlaub“ von der Politik braucht – den unpolitischen Kanal „Apollon Rex“, der sich mit Popkultur wie Filmen und Videospielen beschäftigt.

Dions deutsche Lachpralinen jedoch finden sich wie bisher auf seinem ursprünglichen Youtube-Kanal, der nun „Dion Klassisch“ heißt. Wer den verpaßt ist selber schuld. Viel Spaß!

JF 22/22
__________

KORREKTUR: In einer früheren Version des Beitrags wurde behauptet, der Hamburger Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel habe Dion gegen Youtube vertreten und versehentlich das Zitat eines Fans von Dion diesem selbst sowie dem Podcast „Indubio“ zugeordnet. Wir haben alle Fehler korrigiert und bitten vielmals, sie zu entschuldigen. 

Dion – der unbekannte Künstler im Selbstportrait, Quelle: Privat
Anzeige
Anzeige
Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Der nächste Beitrag