Das ist ein Triumph der Demokratie. Fast 80 Prozent Wahlbeteiligung, ein historischer Rekord in Sachsen-Anhalt. Und: Mit 44,5 Prozent hat sich die AfD unter Ulrich Siegmund verdoppelt, die CDU halbiert und hat jetzt den Anspruch auf Führung dieses Bundeslandes (JF Liveticker).
Auch wenn es nicht knapp für eine absolute Mehrheit der Sitze reichen sollte: Die Wähler haben ein unmissverständliches Signal gesendet, dass sie die undemokratische Ausgrenzung der größten Partei bundesweit endgültig leid sind. Und sie sind es leid, dass sie seit Jahren Mehrheiten Mitte-Rechts wählen und eine linke Politik serviert bekommen.

Die Menschen sind es leid, beschimpft zu werden
Sie sind es auch leid, dass die arbeitende Mitte der Bevölkerung – dort holt die AfD die meisten Stimmen – als abgehängte, minderbemittelte „Jammerossis“ abgetan werden. Nein, es sind die steuerzahlenden Leistungsträger, die hier mit dem Kreuz bei der AfD ein klares Zeichen gesetzt haben gegen eine verantwortungslose Migrationspolitik, eine ideologisierte Energie- und Klimapolitik, einen Ausverkauf deutscher Interessen.
Alle Bemühungen, die „blaue Welle“ zu stoppen, der Aufmarsch der mit Steuermillionen finanzierten NGOs, die hysterischen Appelle von Herbert Grönemeyer über Dieter Hallervorden bis zu Hape Kerkeling, die parteiische Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und etablierter Medien – alles hat nicht gezündet.
Es weht ein anderer, demokratischer Wind
Die CDU, deren Bundesvorsitzender und Bundeskanzler Friedrich Merz noch nach der Bundestagswahl „Links ist vorbei“ verkündet hatte, um sich dann für eine linke Politik von SPD, Grünen und Linken an die Leine legen zu lassen: Sie steht jetzt endgültig vor der Zerreißprobe. Im Adenauerhaus werden einige still beten, dass die AfD noch knapp die absolute Mehrheit der Sitze bekommt. Denn dann geht der Kelch noch einmal an ihr vorbei, sich zwischen Linken und AfD entscheiden zu müssen.
Die heutige Wahl ist ein Paukenschlag über Sachsen-Anhalt hinaus. Der von den bundesdeutschen Eliten, den Medien, gesellschaftlich relevanten Gruppen, Kirchen, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden mitgetragene linke Kulturkampf gegen konservative, rechte Positionen, gegen einen fairen Wettbewerb der Meinungen, ist an sein Ende gekommen. Es weht ein anderer, demokratischer Wind in Deutschland.
Ein historisches Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt: JF-Chefredakteur Dieter Stein ordnet den Erfolg der AfD und die Niederlage der CDU ein. pic.twitter.com/3DbSLU9xIF
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) September 6, 2026





