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Urteil in Budapest: Haftstrafe des Linksterroristen Simeon T. verringert

Urteil in Budapest: Haftstrafe des Linksterroristen Simeon T. verringert

Urteil in Budapest: Haftstrafe des Linksterroristen Simeon T. verringert

Das Bild zeigt Simeon T. der sich selbst Maja nennt.
Das Bild zeigt Simeon T. der sich selbst Maja nennt.
Simeon „Maja“ T. im Gerichtssaal in Budapest: Haftstrafe des Terroristen wurde reduziert. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Daniel Alfoldi
Urteil in Budapest
 

Haftstrafe des Linksterroristen Simeon T. verringert

Urteil gegen Simeon T. geändert: Das Budapester Berufungsgericht senkt die Haftstrafe des Hammerbande-Terroristen. Sein Vater ist trotzdem nicht zufrieden.
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BUDAPEST. Das Berufungsgericht in Budapest hat die Haftstrafe des verurteilten Linksterroristen Simeon „Maja“ T. von acht auf sieben Jahre reduziert. Das Gericht teilte seine Entscheidung am Dienstag mit. Im Februar dieses Jahres war T. von einem ungarischen Gericht zu einer achtjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden (JF berichtete), der Berufungsprozess begann Mitte September.

In diesem Prozess hatte die Staatsanwaltschaft eine Verlängerung der Gefängnisstrafe auf 13 Jahre gefordert, der Strafrahmen für Ts Taten liegt zwischen zwei und 24 Jahren. Der Vater der selbsternannten Nonbinären, Wolfram Jarosch, zeigte sich gegenüber der Welt dennoch unzufrieden. „Das Strafmaß ist zwar herabgesetzt worden. Trotzdem halte ich dieses Urteil für völlig überzogen“, sagte Jarosch. „Die Haftzeit in Ungarn muss mindestens doppelt angerechnet werden“, forderte Ts Vater.

Simeon T. und andere sind gezielt nach Budapest gereist

Seit Februar 2024 hatte sich der 25jährige in Ungarn vor Gericht zu verantworten, nachdem die Staatsanwaltschaft wegen schwerer Körperverletzung sowie Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung eine Freiheitsstrafe von bis zu 24 Jahren gefordert hatte.

Der Fall geht zurück auf den Februar 2023. Anlass war der „Tag der Ehre“, bei dem jährlich in Ungarns Hauptstadt an die Verteidigung Budapests gegen die Rote Armee im Zweiten Weltkrieg erinnert wird. Anhänger der deutschsprachigen linksautonomen Szene hatten im Vorfeld dazu aufgerufen, der „Nazi-Verherrlichung“ dort Einhalt zu gebieten.

Überwachungskamera zeigt den Angriff

Simeon T. sowie weitere Deutsche reisten an, um politische Gegner zu attackieren. Nach Ermittlungsangaben gehörten der Gruppe auch Tatverdächtige aus Frankreich und Italien an. Die ungarischen Beamten gehen davon aus, dass insgesamt rund zehn bis 15 Mitglieder zu der Gruppe gehören und diese gezielt vorging. Ihr Muster: Wer Tarnhose und Stiefel trägt, wird unter anderem mit Teleskopschlagstöcken zu Brei geschlagen. Offenbar schlossen die Angreifer von der Kleidung ihrer Opfer auf eine vermeintlich rechtsextreme Gesinnung.

Das Bild zeigt Simeon „Maja“ T. im Gerichtssaal in Budapest.
Simeon „Maja“ T. im Gerichtssaal: Vor Ort von anderen Linksextremisten unterstützt. Foto: Budapester Zeitung (zVg)

Die Bilanz nach dem „Tag der Ehre“: Acht Menschen wurden teils schwer verletzt (JF berichtete). Simeon T. wird dabei die Beteiligung an zwei der Angriffe zur Last gelegt. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen den Angriff auf den Ungar Zoltán T. Mehrere maskierte Menschen nähern sich dem arglosen Opfer von hinten und prügeln es zu Boden. Auch als der Mann bereits am Boden liegt, dreschen sie weiter auf ihn ein. Erst als eine alte Frau mit Krückstock Zoltán T. zu Hilfe eilt, lassen die Angreifer von ihm ab, sprühen ihm Pfefferspray ins Gesicht und flüchten.

Nach den brutalen Attacken nehmen die ungarischen Behörden vier Verdächtige fest. Darunter auch die Italienerin Ilaria Salis, die heute Abgeordnete des EU-Parlaments ist. (st/zit)

Simeon „Maja“ T. im Gerichtssaal in Budapest: Haftstrafe des Terroristen wurde reduziert. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Daniel Alfoldi
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