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Britische Rechte: Großbritanniens neuer Rechter: Wer ist Danny Tommo?

Britische Rechte: Großbritanniens neuer Rechter: Wer ist Danny Tommo?

Britische Rechte: Großbritanniens neuer Rechter: Wer ist Danny Tommo?

Bildschirmfoto von Danny Tommos YouTube-Kanal Großbritannien
Bildschirmfoto von Danny Tommos YouTube-Kanal Großbritannien
Bildschirmfoto von Danny Tommos YouTube-Kanal: Der Aktivist will auf eigenen Faust Großbritanniens Küste schützen
Britische Rechte
 

Großbritanniens neuer Rechter: Wer ist Danny Tommo?

Danny Tommo sorgt in Großbritannien für Schlagzeilen. Der langjährige Leibwächter des rechten Aktivisten Tommy Robinson will dessen Ziele nun mit anderen Mitteln erreichen und den Kampf gegen die Illegale Einwanderung mit „direkten Aktionen“ selbst führen. Gelingt ihm das?
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Vor wenigen Jahren noch stand er einer Galionsfigur der britischen Rechten als Leibwächter zur Seite – nun sorgt Danny Tommo mit seiner eigenen Bewegung für Aufruhr. Auf seinen Befehl hin brachten jüngst bis zu 200 Maskierte die englische Küstenstadt Dover zum Stillstand. Ungehindert von der Polizei versperrte der eng stehende rechte schwarze Block den Zugang zum Hafen, um die Ankunft illegaler Bootsmigranten zu verhindern. Kurz danach kaperten die Männer einen Blockadeversuch durch die örtlichen Bewohner in Portsmouth mit Rufen wie „Stoppt die Boote“ und „England, bis ich sterbe“ auf den Lippen. Doch steckt hinter diesen martialischen Bildern auch eine echte Strategie?

„Wir werden zu einem Wählerblock“, so Tommos Machtansage an die rechte Hand von Nigel Farage, Zia Yusuf, in Dover während eines Fernsehinterviews. „Dieser wird den passendsten Kandidaten und die passendste Partei unterstützen, die die Ordnung in diesem Land wiederherstellen. Ich will, dass du es verstehst!“ Und die Politik nimmt die Drohungen ernst. Labour-Innenministerin Shabana Mahmood warnt, dass der „unverhohlene Rassist und Rechtsextremist“ die „volle Härte des Gesetzes“ zu spüren bekomme, falls er weitere Proteste veranstalte.

Festgenommen wegen bewaffneten Entführungsversuchs

Hat Tommo wirklich das Zeug dazu, die Spielregeln zu diktieren? 1988 geboren, entstammt er einem guten Hause. Als Kind hatte er, mit bürgerlichem Namen Daniel Thomas, eine Privatschule in Hampshire besucht und diente danach in der britischen Armee, bevor eine Verletzung seine Militärkarriere zunichte machte. Später arbeitete er unter anderem als Maurer, bis er 2016 festgenommen wurde. Und zwar wegen nicht weniger als eines bewaffneten Entführungsversuchs. Strategisches Geschick zeigte er damals nicht: Er und zwei Mittäter beschuldigten das Opfer fälschlicherweise, Drogen im Wert von 10.000 Pfund gestohlen zu haben.

Nach zwei Jahren in Haft holte ihn der Gründer der antimoslemischen Protestbewegung „English Defence League“ Tommy Robinson unter seine Obhut und machte ihn zu seiner rechten Hand. Jahrelang begleitete der sich nun als geläuterter Christ und Patriot bezeichnende Tommo migrationskritische Aufmärsche des Ex-Hooligans. Bis heute betont er öffentlich, Robinson nahezustehen. Doch hinter den Kulissen soll Tommo ihn als eine „Belastung“ und ein „wandelndes Pulverfass“ bezeichnet haben, so der linke Daily Mirror.

„Direkte Aktionen“ der „Patriotischen Plattform“

Seit Januar startet er mit der „Patriotischen Plattform“ durch. In Abgrenzung zu Robinson soll diese auf „direkte Aktion“ setzen. Neben Blockaden wie in Dover und Portsmouth gehören auch Versuche dazu, Asylboote direkt abzufangen. Doch dabei hatte er bisher weniger Erfolg: Sein Abfangboot „Dusky“, für das er 21.000 Pfund eingesammelt hatte, versank vergangene Woche nach einem technischen Defekt. Ganz zur Häme linksextremer Portale wie „Searchlight Magazine“, die Tommo als „Clown und Bedrohung“ zugleich bezeichnen.

Da dürfte etwas dran sein: Kurz zuvor ließ er seine „Patrioten“ vor der Redaktion der Boulevardzeitung Daily Mail versammeln, um gegen die Veröffentlichung der Adresse seiner Mutter zu protestieren. Dumm nur: Diese war bereits als Adresse seiner Firma öffentlich. Hier kamen Hochmut und Planlosigkeit vor dem Fall – womöglich nicht zum letzten Mal.

Aus der JF-Ausgabe 40/26

Bildschirmfoto von Danny Tommos YouTube-Kanal: Der Aktivist will auf eigenen Faust Großbritanniens Küste schützen
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