BELFAST. Nach einem Enthauptungsversuch in Belfast hat die Polizei einen Sudanesen mit Aufenthaltserlaubnis als mutmaßlichen Täter festgenommen. Zuvor hatte sie mitgeteilt, er sei wahrscheinlich ein Somalier gewesen. „Ich möchte den Bewohnern vor Ort versichern, dass wir diesen Angriff äußerst ernsthaft behandeln“, teilte Nordirlands stellvertretender Polizeichef Ryan Henderson am Dienstag mit. Das Opfer, ein Mann im Alter von über 40 Jahren, befindet sich in einem lebensbedrohlichen Zustand.
Premierminister Keir Starmer verurteilte den Mordversuch. „Ich habe absolut keine Toleranz für solche abscheulichen Gewaltszenen auf unseren Straßen“, schrieb der Labour-Politiker auf dem Kurznachrichtendienst X. Zudem bedankte er sich bei den Ersthelfern, einschließlich der Bürger, die interveniert hätten.
The horrific attack in Belfast last night is sickening.
I have absolutely no tolerance for abhorrent scenes of violence like this on our streets.
My thoughts are first and foremost with the victim, and I thank the first responders, including members of the public who…
— Keir Starmer (@Keir_Starmer) June 9, 2026
Der Vorsitzende der Rechtspartei Restore Britain, Rupert Lowe, forderte von der Regierung Informationen zum Status des Verdächtigen. „Die vollständigen Angaben zur Staatsangehörigkeit, zum Aufenthaltsstatus und zur Religionszugehörigkeit dieses Gewalttäters müssen der Öffentlichkeit unverzüglich zugänglich gemacht werden“, schrieb der Unterhausabgeordnete in einem Brief an den Premier. Auch der Chef von Reform UK, Nigel Farage, hatte das zuvor gefordert (JF berichtete). „Die Öffentlichkeit hat einen Anspruch darauf, die Wahrheit zu erfahren.“
Anonyme rufen zu Straßenblockaden in Belfast auf
Der Angriff war in der Nacht zu Montag im Norden Belfasts geschehen. Laut Videomaterial kniet der dunkelhäutige Täter auf dem blutenden Mann und sticht mehrfach auf dessen Kopf- und Halsbereich ein. Umstehende schreien, er versuche, dem Mann „den Kopf abzuschneiden“. Mehrere Zeugen greifen schließlich ein und versuchen, ihn von dem Opfer zu lösen. Ein Mann schlägt den Angreifer mit einem Sportgerät, ein weiterer tritt ihm gegen den Kopf, bevor Polizisten eintreffen und die Lage unter Kontrolle bringen.
🚨Nightmare in Belfast Northern Ireland
The horrific video shows a Black African migrant stabbing a White British man in the face and neck multiple times while he lies on the street.
The knifeman screams in an unknown foreign language as he attempts to behead the victim.…
— Curious Explorer (@aerogel_wizard) June 9, 2026
Unterdessen riefen anonyme Nutzer in den sozialen Medien zu Straßenblockaden am Dienstagabend auf. Ein über WhatsApp verbreiteter Aufruf fordert die Empfänger dazu auf, dunkle Kleidung zu tragen und „bereit zu sein, zu kämpfen oder festgenommen zu werden“, berichtet das Nachrichtenportal Belfast Media.

Bereits im vergangenen Jahr war es nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung einer Minderjährigen in Ballymena zu tagelangen Ausschreitungen in Nordirland gekommen (JF berichtete). 107 Polizisten wurden damals verletzt, 56 Teilnehmer festgenommen. Die mutmaßlichen Sexualtäter, zwei Zigeuner mit rumänischer Staatsbürgerschaft, wurden festgenommen und fünf Monate später aufgrund neuer Beweise freigelassen. Ein weiterer Verdächtiger floh nach Rumänien. (kuk)





