Pommerland ist abgebrannt

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Der Schleswig-Holsteinische Landtag in Kiel Foto: Wikimedia/UphoffHe

Am vergangenen Sonntag hatte die Pommersche Landsmannschaft ihre Mitglieder und Freunde zur Eröffnung einer Ausstellung im Schleswig-Holsteinischen Landtag in Kiel eingeladen. Unter dem Titel „Vertrieben – und vergessen?“ sollte am „Tag der Heimat“ an dem prominenten Ort an der Kieler Förde an die reiche Geschichte Pommerns und an die Vertreibung der deutschen Bevölkerung am Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert werden. Doch es kam anders. Wer am Sonntag das Landeshaus betreten wollte, stand vor verschlossenen Türen. Die Ausstellung wurde abgesagt.

Was ist passiert? Im April 2012 hatte die Landtagsverwaltung in Gestalt ihres damaligen Landtagspräsidenten Torsten Geerdts (CDU) einen Nutzungsvertrag an die in Lübeck-Travemünde beheimatete Landsmannschaft geschickt. Fünf Tage sollte die Ausstellung im Landeshaus zu sehen sein. Alles schien in trockenen Tüchern.

Doch kurz vor der geplanten Eröffnung begann dann der Eiertanz. Eine Mitarbeiterin der Landtagsverwaltung – Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU), der während der ganzen Verhandlung abgetaucht war, hatte offenbar entsprechende Weisungen hinterlassen – verlangte plötzlich die Vorlage des Flugblattes, mit dem die Landsmannschaft zum Besuch der Ausstellung einladen wollte, und eine Inhaltsangabe der Ausstellung.

Keine Gnade vor den Augen der Zensoren

Dem zweiten Wunsch konnte nicht sofort entsprochen werden, da der Ausstellungskatalog noch nicht fertiggestellt war. Doch das Flugblatt konnte vorgelegt werden – und prompt untersagte die Landtagsverwaltung, es zu verteilen. Die Gründe erfuhr die Landsmannschaft zunächst nicht. Schnell entwarfen die Verantwortlichen aber eine neue Fassung, doch auch sie fand keine Gnade vor den Augen der Zensoren.

Darüber hinaus verlangte die Landtagsverwaltung nun ultimativ, daß ihr alle Texte, die auf den Ausstellungstafeln zu sehen seien, vorher zur Prüfung vorgelegt werden müßten. Auch behielt sich die Verwaltung vor, Tafeln ganz aus dem Verkehr zu ziehen. Auf bestimmte Themen müsse man eben notfalls verzichten, hieß es aus dem Landeshaus.

Nach Informationen der JUNGEN FREIHEIT erregte in Kiel vor allem Anstoß, wie auf den Tafeln der Ausstellung auch die Vorgeschichte der Vertreibung, dargestellt werden sollte. „Deutsche Ambitionen vom neuen Siedlungsraum im Osten und der Unterdrückung slawischer Völker gehören ebenso in diese Darstellung wie polnische Träume von einem großpolnischen Reich bis zur Elbe. Die Eskalation der deutsch-polnischen Rivalitäten im Zweiten Weltkrieg mit den beiden divergierenden Zielen der Vernichtung des Polentums durch die Nationalsozialisten und die Verdrängung des deutschen Elements bis mindestens hinter die Oder durch die Polen stehen im Mittelpunkt dieser Vorgeschichte der Vertreibung“, heißt es in dem beanstandeten Flugblatt. Eine solche Darstellung war offenbar in den Augen der Landtagsverwaltung nicht erwünscht.

Finanzielle Unterstützung für Wehrmachtsausstellung

Als die Landtagsverwaltung auf den Streichungen beharrte, widersetzte sich der Vertriebenenverband. „Die Ausstellung kann nur komplett mit allen Tafeln ausgestellt werden, eine Herausnahme von einzelnen oder mehreren Tafeln würde die Geschichte des Landes Pommern und die Vertreibung der Pommern nur verfälscht wiedergeben“, ließ sie die Verantwortlichen wissen.

Die Landtagsverwaltung teilte im Auftrag des Präsidenten mit, daß das Parlament auf seinem Recht bestehe, die Ausstellung auf ihre Inhalte zu prüfen und gegebenenfalls Teile aus der Ausstellung auszuschließen. Die Pommern aber blieben hart und verzichteten schließlich auf die Ausstellung.

Der Versuch des Landtags, auf den Inhalt der Ausstellung Einfluß zu nehmen, verwundert um so mehr, als er in der Vergangenheit großzügig seine Räume auch für heftig umstrittene Ausstellungen zur Verfügung stellte. So etwa 1998, als Jan Philipp Reemtsma und Hannes Heer ihre Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht 1941–1944“ im Kieler Landtag zeigten und hierfür 100.000 D-Mark Unterstützung erhielten. Ein Jahr später mußte die Ausstellung zurückgezogen werden, nachdem Historiker zahlreiche Fälschungen aufgedeckt hatten.

JF 33/13

Kommentare

  1. Lars Brandenburg meint

    Warum machen solche Organisationen eigentlich immer die gleichen Fehler? Das war doch vorhersehbar wie das Amen in der Kirche. Wäre es nicht sinnvoller gewesen auf die tollen Räumlichkeiten und Absolution des Landtages zu verzichten und sich nach sicheren Räumlichkeiten ohne Kompromisse umzusehen?

  2. Alex Naumann meint

    Es Wiederspricht dem Prinzip der alleinigen Kollektivschuld.
    “Die Eskalation der deutsch-polnischen Rivalitäten im Zweiten Weltkrieg mit den beiden divergierenden Zielen der Vernichtung des Polentums durch die Nationalsozialisten und die Verdrängung des deutschen Elements bis mindestens hinter die Oder durch die Polen stehen im Mittelpunkt dieser Vorgeschichte der Vertreibung“, heißt es in dem beanstandeten Flugblatt. Eine solche Darstellung war offenbar in den Augen der Landtagsverwaltung nicht erwünscht. ”

    Die Wahrheit ist nicht erwünscht soso…

  3. Bernd Schmieder meint

    Das Gebäude ist doch Staats- also unser Eigentum, oder ? Herr Brandenburg hat aber trotzdem recht, die herrschenden Kreise brechen Recht und leben in ihrer Parallelwelt wie sie es wollen. Was den Wahrheitsgehalt von Reetsma und diesen CDU-Typen betrifft:
    Wer die Wahrheit nicht kennt ist ein Dummkopf.
    Wer die Wahrheit kennt und sie eine Lüge nennt ,
    ist ein Verbrecher.
    (Bertolt Brecht)
    Solange das Volk auf sich rumtrampeln lässt…

  4. Rorschach Test meint

    Wir haben eben in Deutschland eine von oben diktierte einseitige Geschichtsschreibung.

    Alles was der alleinigen Kriegsschuld(-these) widerspricht wird unterdrückt als revisionistisch diskreditiert und ggf sogar strafrechtlich verfolgt.

    Fatalerweise ist diese Form der Geschichtsschreibung in den Schulbüchern verfestigt und wird von den linksgrünen 68iger Lehrern nur allzugerne auch genauso einseitig und unkritisch unterrichtet.

    Und das obwohl eine solch eindimensionale Sichtweise jeder wissenschaftlichen Grundlage widerspricht.

  5. Eric Schlegel meint

    @Lars Brandenburg aus Aachen

    Das Nichtstattfinden der Ausstellung ist nur konsequent.
    Nach dieser Absage sehe ich die CDU mit heruntergelassener Hose stehen.

  6. Hans Holt meint

    @ Alex Naumann aus aus der Narrenrepublik: Herr von Leesen fasst die Bemühungen der Zensorbehörde zusammen. Dabei sagt er, für die Landtagsverwaltung ist eine “solche Darstellung … nicht erwünscht.” Darstellungen sind immer subjektiv und diese hat meistens nichts mit der Wahrheit zu tun. Das Problem ist, dass die Destruktion und Selbstzerstörung der Nation widerspruchslos in den Landesbehörden stattfindet. “Unsere” Politiker sind durch die Bank vaterlandslose Gesellen.

  7. THOMAS MARX meint

    Warum hat das Dach des Reichstagsgebäudes in Berlin wohl keine Balken? Mit Sicherheit sind die Landtagsgebäude ähnlich konstruiert. So wie sie keinen Schweinefleischtag für Vegetarier und Muslime durchbringen, sowenig werden Sie es schaffen, dass in einem Landtag oder gar im Bundestag in Berlin wenigstens einen Tag lang nichts als die Wahrheit gesagt (oder dargestellt ) wird. Wenn unsere Politiker einmal die Woche einen “Wahrheitstag” machen würden, dann würde ich an diesem Tag 24 Stunden lang nichts als Grünzeug fressen. Das wird mir jedoch zeitlebens erspart bleiben. Eher werde ich zusätzlich noch zum Kettenraucher.

  8. Umi says meint

    Eine sehr gute Entscheidung dem ganz offensichtlich geschichtsrevisionisisch angehauchten und unbelehrbaren Pommernverein die Ausstellungsfläche zu verweigern. Die im Artikel aufgeführten Zitate sprechen eine eindeutige Sprache. Schön zu sehen, wie sich dieser Club selbst desavouiert.

    Und by the way, von “Fälschungen” bei der Wehrmachtsausstellung kann keine Rede sein. Es war schlichtweg schlampige Recherche, also peinlich genug. Aber dass der Autor von “Fälschungen” spricht, passt ins Bild. Zumindest sind die Fronten klar.

  9. Nick N. meint

    Es ist zwar schade, daß die Ausstellung nicht stattfindet. Trotzdem kann und muß man die konsequente Haltung der Pommern loben. Wenn nur mehr in Deutschland von diesem Schlage wären!

  10. Frank Grimm meint

    @Umi says aus die Maus:
    Aber selbstverständlich geschichtsrevisionistisch. Was denn sonst? Oder sollen zukünftig Lügen zur Wahrheit werden und Unrecht zu Recht? In einer solchen Welt will ich nicht leben. Sie offenbar schon.

  11. Ännchen von Tharau meint

    Als kleine “Flichtlings- und Pollackenkinder”, so der dicke Bauer Heini, der uns aufnehmen mußte, sangen wir Kinder, woher wir auch immer aus dem deutschen Osten kamen:

    Maikäfer, flieg!
    Der Vater ist im Krieg.
    Die Mutter ist im Pommerland
    Und Pommerland ist abgebrannt!

    Immer wieder, es war wie eine Beschwörung…

    So richtig verstanden wir kleinen Hungerleider das Lied nicht, aber es übte einen ganz eigentümlichen Reiz auf uns aus…

    Manchmal wischten sich einige der Alten über die Augen.
    Der dicke, fette Großbauer Heini gehörte nicht zu ihnen…

    Der wurde brastig und wünschte uns wieder in den Osten. Mußte ja das Brot mit uns teilen, das heißt eher: Etwas abgeben…
    So war das in Schleswig – Holstein…

  12. THOMAS MARX meint

    @ Herr Umi says aus die Maus: 3 Bilder (aus Wikipedia, ich war nicht auf der Wehrmachtsausstellung, bitte in höchster Auflösung anschauen) Bild 1: “Rows of Dead Bodies fill the yard of the Nordhausen concentration camp”. Das ist richtig. Es handelt sich hier um die Toten nach einem Bombenangriff der Royal Air Force auf das Nordhausen Concentration Camp.
    http://is.gd/G8LWL5

    Bild 2: “Killing of Jews in Kiev by Einsatzgruppen”: Vor dem Schützen liegt ein toter Soldat, der Schütze zielt an der Person in der Mitte vorbei, die anderen Personen suchen mit dem Rücken zum Schützen Deckung. Kurzum:
    Das ist eine in einen Hinterhalt geratene Gruppe, die sich verteidigt.
    http://is.gd/3V5tVP

  13. Jürg Rückert meint

    Was sich hier im Wasserglas zeigt, ist gelebter deutscher Alltag.

    Ein belgischer Pater wurde unter Mao inhaftiert. Später schrieb er ein Buch: “Der begeisterte Selbstmord”.

    Wir gestatten uns heute nur und ausschließlich die Perspektiven der “Siegervölker”.

    Wer den Bocksgesang versucht, wer nicht im Knabenchor mitsingt, der wird zum “vergustelt” bis ans Ende seiner Tage.

    Wir erleben eine allumfassende Zeitenwende:

    Monopolisierung der Geschichte durch einen politischen Großkonzern

    Auslieferung der Altbürger in eine angeblich alternativlose Armut in einem noch nie dagewesenen Überwachungsstaat

    Entchristlichung Europas

    Umvolkung

  14. THOMAS MARX meint

    @ Herr Umi says aus die Maus: Bild 3: “Stroop Report – Warsaw Ghetto Uprising”: der angebliche Deutsche Anführer Stroop trägt einen polnischen Armee-Helm, eine amerikanische Armee-Jacke und eine britische Maschinenpistole vom Typ STEN Mark II.

    http://is.gd/CwKWE3

    Fälschung oder Schlamperei? Darf man soetwas revidieren?

  15. THOMAS MARX meint

    @ Herr Umi says aus die Maus: PS: So ähnlich wie die britische STEN Mark II sieht die deutsche “Schmeisser” aus. Dabei handelt es sich jedoch um eine Waffe aus dem ERSTEN Weltkrieg.

  16. THOMAS MARX meint

    PS: der tote Soldat in Bild Nr. 2 ist ürigens aus allen Bildern in unseren Schulbüchern herausretuschiert.

  17. August Heinrich von Loen meint

    @ Umi says aus die Maus

    Was macht einen Historiker aus? Einer, der Geschichte studiert hat? – Nein! Einer, der Geschichte studiert und sich habilitiert hat? – Nein! Beides genügt nach Schiller, den Anforderungen eines Historikers noch nicht. Dazu gehört denn doch noch ein bißchen viel mehr. Es geht hierbei nicht um die geistigen Fähigkeiten, die ohnehin Voraussetzung sind. Nein, hier sind die charakter- und persönlichkeitsbildenden Eigenschaften, wie Wahrheitsliebe und Unbestechlichkeit unverzichtbare Voraussetzung. Und wer möchte schon behaupten, daß diese Präferenzen auf einen mit einer fragwürdigen Vergangenheit, wie Heer, belasteten oder einen durch den Vater Trauma geschädigten, kompensationssüchtigen Jan Philipp Reemtsma zuträfen.
    Für Hofhistoriker-Kommissionen trifft dies ebenso nicht zu. Für politische Berufslügner schon gar nicht.
    Wer Bilder mit falschen Texten unterlegt, Quellen nicht sorgfältig recherchiert und vorsätzlich politische Geschichtsschreibung betreibt, ist ein Fälscher!

  18. H. Seidelbast meint

    Ännchen von Tharau aus Tharau
    sangen wir Kinder, woher wir auch immer aus dem deutschen Osten kamen:

    Maikäfer, flieg!
    Der Vater ist im Krieg.
    Die Mutter ist im Pommerland
    Und Pommerland ist abgebrannt!
    ————-
    Es treibt mir die Tränen in die Augen!!!
    (liegt wohl am Alter)
    Auch bei uns, in Mecklenburg, sind viele von ihnen “gestrandet”.Ein fleissiger und ehrlicher Menschenschlag und das Land,
    welch ein Verlust,
    welch ein Verbrechen.

  19. Grzegorz Wrzeszcz meint

    “Die Eskalation der deutsch-polnischen Rivalitäten im Zweiten Weltkrieg mit den beiden divergierenden Zielen der Vernichtung des Polentums durch die Nationalsozialisten und die Verdrängung des deutschen Elements bis mindestens hinter die Oder durch die Polen …”

    Man muss schon blind sein, um die hier zum Ausdruck gebrachte assymetrische Verfälschung der Geschichte nicht zu bemerken. Einerseits die bosen Polen, andererseits die staatenlosen, geheimnisvollen Nationalsozialisten (wahrscheinlich vom Mond). Den Deutschen bleibt in dieser Konstellation der Status der Opfer.
    Gut, dass diese Lüsgen keine Chance bekommen haben, das Tageslicht zu erblicken.

  20. THOMAS MARX meint

    Lieber Herr “Aus-die-Maus”, ich erzähle Ihnen mal meine Geschichte. Ich war mal so wie Sie. Vor einigen Jahren war mal ich in irgendeiner amerikanischen Grossstadt, die ein “WW II” Museum hat (ich glaube es war St. Louis). Als ich da reinwollte, war gerade Veteranentreffen. 2500 US Opis, die sich darüber amüsieren, wie sie 250.000 Deutsche Opis abgeschossen haben, wollte ich mir nicht antun. Ich ging zurück ins Hotel und schaute mir den Internet-Auftritt des Museums an. Auf der Homepage befand sich ein deutsches “Originaldokument”, welches mit “An den Führer von das Ostland” begann. Ich fand noch an die 20 Fehler gleicher Qualität und schickte eine Liste dieser Fehler unter meinem vollen Namen und meiner korrekten Adresse an das Museum.

  21. THOMAS MARX meint

    2. Es ist an sich keine Schande, eine Fälschung in seiner Sammlung zu haben, dachte ich, fragen Sie mal einen Kunstsammler. Wenn man jedoch eine solche erkennt, dann muss diese Fälschung umgehend raus aus der Sammlung, sonst schädigt man seine eigene Sache und macht es seinen Gegnern leicht, einen als “Lügner” zu bezeichnen, vor allem wenn es um angebliche “Originaldokumante” geht. Das alles schrieb ich im Begeleitbrief an das Museum. Ich bekam nie eine Antwort von dem Museum. Aber 2 Wochen später waren die Fehler raus – aus dem im Internet gezeigten “Original”. Da war es bei MIR “AUS-DIE-MAUS”, und das ist es auch heute noch.

  22. THOMAS MARX meint

    Korrektur 2: Der Brief begann mit: “An den Führer VON das Ostland”.

  23. Thomas B. meint

    Ist doch klar! Da spricht die Landsmannschaft das “verbotene Thema” an: Gründe für den Einmarsch in Polen. Wohlmöglich könnten sich Deutsche fragen, warum man ihnen die Tatsachen der rassistischen Deutschenverfolgung in Polen und bei den Tschechen nach wie vor vorenthält. Ist doch klar, dass die CDU da aus Verantwortung handelt ;) Ich kann aber auch nicht verstehen, warum man als Landsmannschaft nicht in der Lage ist, so eine Ausstellung auf privatem Wege auf die Beine zu stellen. Wenn einem das Thema so wichtig ist, dann wird man sich doch Räumlichkeiten organisieren- und die Ausstellung stattfinden lassen können. Wäre doch besser als sich bei denen anzubiedern für die man nur ein gefährlicher Haufen Ewiggestriger ist.

  24. Jürg Rückert meint

    Aus dem Kriegstagebuch meines Vaters, der Wunsch eines jungen Mädchens, mal Flüchtling zu sein:
    “01.08.44 In Heinrichsdorf zum Ernteeinsatz abkommandiert. Hier ging es uns gut. Von den Bauern bekamen wir anständig zu Essen. Ich war bei einer Bauernfamilie untergebracht. Sie hatten eine 12 – 14 jährige Tochter, die immer mal gern Flüchtling sein wollte. Ich bekam von den Leuten Eier und verschickte diese nach Singen. Als ich schon zu Hause war, fand ich den Karton. Darauf stand die Adresse von Verwandten im Rheinland. Die Tochter „Tidi“ sei bei ihnen. Nun war sie also Flüchtling.”

  25. Ännchen von Tharau meint

    @ Frank Grimm..

    1) Sie haben es kurz+prägnant auf den Punkt gebracht: In der von Ihnen formulierten DEFINITION bin ich auch “geschichtsrevisionistisch”..

    2) POMMERN: Es rächt sich auf ganzer Linie, daß die Vertriebenen in den finanziell guten Jahren nicht vorgesorgt haben.
    Es wäre früher möglich gewesen, in jeder LANDESHAUPTSTADT und in BERLIN eine eigene Immobilie mit Tagungsmöglichkeiten usw. zu erwerben..

    3) “Zentrum gegen Vertreibungen”: Der BDV stand vor langfristiger Anmietung der kath. Michaels – Kirche in BERLIN. Schutzpatron der Deutschen!
    Der damalige KARDINAL Georg STERZINSKY, ein Vertriebenenkind aus Warlack/Kreis Heilsberg (Ostpr.) verhinderte es..

    4) Verweise auf: sfvv.de
    Mehr ging nicht: Dank Frau STEINBACH “etwas”…

  26. THOMAS MARX meint

    Herr Aus-die-Maus: Wollen Sie noch ein paar Details zum “Stroop”-Bild? 1. Seine (amerikanische) Uniformjacke hat weder Kragenspiegel noch Schulterstücke noch SS Rangabzeichen. Das ist für einen SS-Gruppenführer, der goldene geflochtene Schulterstücke und goldenes Eichenlaub am Kragen haben sollte, ungewöhnlich. (Vergleichen Sie den SS Oberscharführer weiter hinten) Der Soldat hinter ihm trägt einen Helm ohne Lüftungsniete (das liegt nicht an der Bild-Auflösung, auf dem Helm noch weiter hinten kann man diese Lüftungsniete erkennen): das ist ein M35 – oder M 40/M42 Ausschuss-, d.h. Feuerwehr- oder Luftschutzhelm. Die Jacke ohne Kragenspiegel ist eine Försterjacke. Und: zählen sie die Beine und Köpfe am linken unteren Bildrand: 3 Köpfe, 8 Bein

  27. X. Y. meint

    @ Ännchen von Tharau Mittwoch, 07-08-13 17:41

    Wenn man sich in die Lage der damaligen Bauern nach dem Krieg versetzt, kann ich das tlw. sogar nachvollziehen. Deren Söhne waren oft größtenteils gefallen, viele wußten nicht wie es weitergeht, Kriegsgefangene, die mit anpacken können, gab es nicht mehr und es drohte sogar eine Bodenreform, ähnlich wie in Mitteldeutschand. Und obendrein wurden dann dazu also noch die Flüchtlinge einquartiert.

    Es wundert mich nicht, daß da keine Freude aufkam. Und machen wir uns nichts vor, so schäbig das Verhalten vieler Westbauern auch war, aber nach dem verlorenen Krieg hatte leider jeder erstmal an sich selbst gedacht.

  28. Ännchen von Tharau meint

    @ X. Y. aus an..

    Ja, das mag sein! Ich bin da nicht rechthaberisch in meiner Meinung. Es waren halt schwierige Zeiten für (fast) alle…

    Trotzdem 2 kleine Anmerkungen:

    1) Auf dem Bauernhof lebten (noch) 2 Fremdarbeiter/Kriegsgefangene):

    Ein Pole und ein Russe.
    Die hatten nun natürlich einen ganz anderen Stand..

    Einer von ihnen gab uns immer etwas ab, steckte uns zwei Flüchtlingskindern auf dem Hof etwas zu..
    Habe ich bis heute dankbar nicht vergessen..

    Nach einigen Monaten waren sie fort. Mußten zurück in ihre Heimat. Besonders der Russe hatte große Angst davor..

    2) Die BAUERN nahmen aber mit Vorliebe Schmuck: Eheringe, Ringe, Ketten, Hals- und Armbänder:
    Gold und Silber lieb ich sehr…
    …für ein paar Kartoffeln, Speck, Brot…

  29. THOMAS MARX meint

    Herrn Wrceszcesz aus Polen, Zitat: “Gut, dass diese Lügen keine Chance bekommen haben, das Tageslicht zu erblicken”. Zitat Ende.

    Das finde ich nicht. Die Lügen erblicken, zwar langsam, aber stetig, sehr wohl das Tageslicht.

  30. X. Y. meint

    Ännchen von Tharau aus Tharau, Donnerstag, 08-08-13 11:31

    Also so ganz viel Gold und Silber zum Eintauschen gegen Nahrungsmittel werden die Ostdeutschen nach Vertreibung und ihrer wochenlangen Odysse in den Westen nicht mehr gehabt haben.

    In Ihrem Eingansbeitrag schrieben Sie ja auch richtigerweise von “Brot teilen und abgeben” der Bauern und nicht von verkaufen oder tauschen.

  31. Jürg Rückert meint

    Lieber Wrzeszcz:
    Die Polen wird es auch erwischen! Polnische Teilungen haben sie überlebt, der Umvolkung, wenn auch zeitlich gegenüber D. versetzt, werden sie nicht entgehen. Auch in Warschau werden die Minarette in den Himmel schießen.

    20.06.41 Kriegstagebuch:
    “Den Polen war es klar, dass es zum Krieg kommt und vergruben ihre beweglichen Habe in der Erde, auch die Nähmaschinen. Am 22. Juni wurde abends noch Rotwein ausgegeben. Jeder Landser erhielt ein Kochgeschirr voll. Mit einem Kameraden kam ich in eine Stube voller betender Frauen. Ich gab ihnen den größten Teil meines Weines und als sie erfuhren, dass ich Katholik war, wurde ich sogar bekreuzigt.”

  32. Ännchen von Tharau meint

    X. Y. aus an…

    Meine Mutter hatte nur ihren Ehering retten können. Wir waren ja zwangsweise beim Bauern Heini einquartiert.

    Wir wurden einfach bei Heini abgeliefert. Er bekam Order. Soldaten weg. Heini ließ uns nicht rein..

    So mußte sie bei bitterer Kälte ca. 8 km zur englischen Kommandantur(?) marschieren. Zurück mit Soldaten wieder..

    Unbestreitbar aber: Die “Hamsterzüge” und “Hamsterkarawanen” der hungernden Menschen aus den Großstädten und den Ballungsgebieten aufs Land…

    Sie kennen die alten Filmaufnahmen? Ich kenne noch die Erzählungen und Berichte der Einheimischen + Flüchtlinge…
    Und da kann ich bezeugen: ALLES Wertvolle und eben besonders Schmuck, wurde hingegeben..
    ..und genommen!

    Fühlen Sie sich gekränkt?
    Warum?

  33. X. Y. meint

    @ Ännchen von Tharau,

    warum sollte ich mich gekränkt fühlen?! Ich sehe die Sache vllt. nur etwas differenzierter als Sie.

    Wenn die Vertriebenen mit Schmuck bezahlt haben, wie Sie behaupten, dann stimmt zumindest Ihre Eingangsaussage vom “Abgeben” bzw. “Brot teilen”, was hier soviel wie wegnehmen insinuiert, nicht.

    Zum anderen wurde es den Vertriebenen aus dem Osten mit Mitteln aus dem Lastenausgleich ermöglicht, sich im Westen in der Nachkriegszeit ein Haus, evtl. ein Stückchen Land dazu zu erwerben und sich eine neue Existenz aufzubauen.

    Raten Sie mal, von wem der Staat sich das Geld für den LAG geholt hat. Glauben Sie, Ihr Bauer Heini hat davon auch nur einen Pfennig zurückbekommen? – Sehen Sie.

  34. H. Seidelbast meint

    @
    Grzegorz Wrzeszcz aus dem Osten
    ———
    Wissen Sie,
    dass im Juni 1939 Marschall Rydz-Smigly vor polnischen Offizieren erklärte: „Polen will den Krieg mit Deutschland und Deutschland wird ihn nicht verhindern können, selbst wenn es das wollte“.
    Wissen Sie, …..
    … daß am 5 November 1916 Deutschland Geburtshilfe leistete bei der Gründung eines selbständigen Polen (nach 120 Jahre)? Aus „Dankbarkeit“ besetzte Polen schon ab November 1918 die deutsche Provinz Posen und Westpreußen bis hoch zur Ostseehalbinsel Hela. Es entstand der sog. „Polnische Korridor“
    …. daß Polen 1918 die ersten europäischen KZs gründete (Berezy Kartuska bei Brest, sowie Kalisz-Szczypiorno) und daß es ab 1944 für Deutsche im altpolnischen und im Oder-Neiße-Gebiet 1.256 (!!) polnische Konzentrationslager gab?
    …. daß Polen seit 1918 alle Hebel ansetzte, die zu 97 Prozent von Deutschen bewohnte Stadt Danzig zu annektieren? Und im Sommer 1939 in Danzig zunehmend provozierte, die Wirtschaft strangulierte und die Deutschen terrorisierte?
    ….. … daß die Hansastadt Danzig am 15. November 1920 nach dem Beschluß der Siegermächte ohne Volksabstimmung vom Deutschen Reich getrennt worden ist und daß die Bürger Danzigs die deutsche Staatsbürgerschaft verloren haben?
    … daß Polen ab 1920 schwere Menschenrechtsverletzungen an den 11 Millionen Menschen der nichtpolnischen Mindergeiten (Deutsche, Juden, Ukrainer, Weißrussen) im Vielvölkerstaat begangen hat?
    … daß man in Posen 1921 auf Plakaten und Flugblättern lesen konnte: „Wer noch im Juli 1921 da ist vom dem deutschen Gesindel, wird ohne Ausnahme niedergemacht. Jetzt kommt ihr alle dran … alle Ärzte, Pastoren, Rechtsanwälte, Domänenpächter, Ansiedler, Besitzer aller Art, wer Deutscher oder Jude ist.“
    … daß am 10. April 1923 der polnische Ministerpräsident Sikorski feststellte, daß „die deutsche Gefahr“ nicht eher beseitigt sei, als alles deutsche Land in polnische Hände übernommen sei?
    … daß am 9. Oktober 1925 in der GAZETA GDANSKA zu lesen war: „Polen muß darauf bestehen, daß es ohne Königsberg, ohne Ostpreußen nicht existieren kann. Wir müssen jetzt in Lacarno fordern, daß ganz Ostpreußen liquidiert wird“
    … daß 1930 die Pilsudski nahe Zeitschrift MOCARSTWOWIEC schrieb; „Wir sind und bewußt, daß Krieg zwischen Polen und Deutschland nicht vermieden werden kann. Wir müssen uns systematisch und energisch für diesen Krieg vorbereiten. In diesem Krieg werden keine Gefangenen genommen. Es wird kein Platz für humanitäre Gefühle sein. Wir werden die ganze Welt mit unserem Krieg gegen Deutschland überraschen.
    … daß am 14. Dezember 1931 der englische MANCHESTER GUARDIAN die polnische Nationalitätenpolitik als eine „Hölle“ beschrieben?
    … daß in „Nation“, einer der bedeutendsten Zeitschriften der USA, am 2 April 1938 William Zuckermann (selbst Jude) schrieb: „In den letzten Jahren haben die Juden in Polen beinahe ständige körperliche Abgriffe und Pogrome erdulden müssen … Diese Ausbruche antisemitischer Bestialität findet nicht seinesgleichen in Europa, nicht einmal in Nazideutschland .“
    … daß am 15. Juni 1932 Lord Noel-Boxton berichtet hat … „Aus dem Korridor und aus Posen sind bereits weniger als 1 Million Deutsche seit der Annexion abgewandert, weil sie die Bedingungen dort unerträglich finden.“
    … daß Polen Ausschreitungen gegen Deutschland ab Mai 1939 erneut forcierte. Auf dem Lande wurden deutsche Höfe in großer Zahl von Polen angezündet, die Bauern weggetrieben, Menschen in den Städten verprügelt, in Einzelfällen totgeschlagen.
    … daß am 13-/14. Mai 1939 in Tomaschow (42.000 Einwohner) die Polen alle 3.000 Volksdeutschen aus dem Fabriken, deutschen Geschäften und Handelsbetrieben jagten und ihre Wohnungen demolierten.
    … daß die polnische Wochenzeitung BAROD W WALCE (Volk im Krieg) am 20. Juli 1939 forderte: „Danzig muß polnisch bleiben und Deutschland muß gezwungen werden, den ostpreußischen Raum ohne Bevölkerung an Polen abzugeben“
    … daß die Deutsche Reichsregierung im Sommer 1939 Auffanglager einrichteten muß, um des Stromes deutscher Flüchtlinge aus Polen Herr zu werden?

  35. Knautfried Lindemann meint

    @Grzegorz Wrzeszcz aus dem Osten:
    “Einerseits die bosen Polen, andererseits die staatenlosen, geheimnisvollen Nationalsozialisten (wahrscheinlich vom Mond). Den Deutschen bleibt in dieser Konstellation der Status der Opfer.”

    Wie soll man denn die polnischen Nationalisten der 1930er Jahre nennen? Die Gruppierung, der Marschall Rydz-Smigly und Außenminister Beck angehörten – wie hießen die?

    Wenn man wüsste wie deren politische Gruppierung hieß, dann könnte man Ihrem Einwand gerecht werden und der polnischen Seite ebenfalls einen derartigen Titel geben – damit niemand auf die Idee kommt, es wäre gemeint, als ob alle Polen deutschfeindlich gewesen wären.

  36. THOMAS MARX meint

    Wer einmal zwei Tage lang sprachlos sein will, der sollte “Gruesome Harvest – the costly attempt to exterminate the German people” von Ralph Franklin Keeling vom American Institute of Economics in Chicago, geschrieben im Jahre 1947, lesen. Allein für das Vorwort hätte der Autor den Nobelpreis für Literatur verdient – anstatt des Kriegstreibers Winston Churchill.

    http://is.gd/hdJUuT

  37. X. Y. meint

    Ännchen von Tharau aus Tharau, Donnerstag, 08-08-13 17:44

    Warum sollte ich mich gekränkt fühlen? Ich sehe das Ganze nur etwas differenzierter als Sie.

    Wenn mit Schmuck bezahlt worden ist, wie Sie behaupten, dann stimmt zumindest Ihre Eingangsaussage vom “Brot teilen und abgeben” nicht, da das hier ja so viel wie “wegnehmen” insinuiert.

    Viele Vertriebene konnten sich nach dem Krieg mit Hilfe des Lastenausgleichs eine neue Exitenz im Westen aufbauen. Raten Sie mal, von woher der Staat die Mittel dafür genommen hat?

    Und glauben Sie, daß Ihr Großbauer Heini von seiner Lastenausgleichsabgabe auch nur einen Pfennig je wiedergesehen hat? – Sehen Sie.

  38. Ännchen von Tharau meint

    @ X.Y. aus an

    Ich möchte mich mit diesem Kommentar “verabschieden”.
    Es “überwältigt” mich zu viel zu sehr..

    Hinsichtlich von KOMMENTAREN nehme ich für mich eine “einfühlende Differenziertheit” in Anspruch: Wenn Sie es anders sehen, dann ist es eben so..

    LASTENAUSGLEICH: Meine Großeltern väterlicherseits besaßen einen kleinen(!)Bauernhof,eine Klitsche:

    Etwas Acker,sandig; einige Wiesen, etwas Wald, ein Stück von einem See, paar Schweine, paar Kühe..
    Lastenausgleich: 1.352,64 DM

    Ich denke, Heini ging es besser trotz “Brot abgeben”..

    Zu uns: Meine Mutter zog in Ostpreußen los mit 5 Kindern, kam mit 2 in Flensburg an..

    Meine früheste Erinnerung:
    Die Bordwand der Wilhelm GUSTLOFF, kamen nicht drauf..

    Nun wägen Sie mal bitte ALLES ab..

  39. Ännchen von Tharau meint

    @ Lieber H. Seidelbast..(und andere)

    Mit G.W. ist es vergebliche “Liebesmüh”..

    Es gibt Menschen, die “können” nicht verstehen und es gibt Menschen, die “wollen” nicht verstehen..
    Zu letzteren zähle ich den “Völkerfreund” aus dem Osten..

    Er schmeißt uns ein “Bröckchen” hin und wir re-agieren. Ich auch früher..

    Bin mir ziemlich sicher, daß er kein Pole ist, sondern aus einer ganz anderen ideologischen Ecke kommt..

    Er hat noch nie “in einem verstehenden Dialog” geantwortet..

    Ich habe gute Bekannte, teilweise freundschaftlich, in polnisch- und in russisch- OSTPREUSSEN. Auch in preußisch-Litauen (Memelland)..:

    Die denken nicht mehr so, außer man gerät an einen BETONKOPF..

    Sie haben weitgehend die Spirale des Hasses überwunden…

  40. X. Y. meint

    Ännchen von Tharau aus Tharau Freitag, 09-08-13 10:57

    Verstehen Sie mich nicht falsch. Habe selbst Vertriebenenhintergrund, wenn auch die Vertreibung nicht selbst miterlebt. Dadurch fällt es mir auch nicht so schwer, mich in beide Seiten hineinzuverrsetzen.

    Ihre persönliche Sicht aus der selbst erlebten Vertriebenenperspektive führt zwangsläufig zu einem entsprechenden Urteil über Haltung der aufnehmenden Bevölkerung. Das kann man Ihnen zwar nicht verübeln, es hat mit einer fairen Beurteilung der Gesamtsituation aber wenig zu tun.

  41. Ralf Beez Ofw d.R. meint

    @Werter H. Seidelbast aus Klein-Rehberg Do 18:40

    Herzlichsten Dank und ein aufrichtiges Vergelt´s Gott
    in allerdeutlichst verschärfter Form für ihren heraus-
    ragenden und stark preisverdächtigen Beitrag und ihre
    Mühe, so viele Richtigstellungen zur Zeitgeschichte zu
    Papier zu bringen!
    Diese Weiterbildungshinweise sind von unschätzbaren
    Wert!

    Mit kameradschaftlichem Gruß!!!

  42. Ralf Beez Ofw d.R. meint

    @Wertes Ännchen von Tharau aus Tharau Fr 12:07

    “Mit G.W. ist es vergebliche “Liebesmüh”…”

    Ihre Einschätzung teile ich vollumfänglich und Wort für Wort, von menschlicher Seite ist hier absolut
    nichts mehr zu machen!

    Ich vermute ja ganz stark, daß hier ein “Verf….tzer
    seine kriminellen Finger nicht unter Kontrolle hat, was
    verschiedene Hinweise andeuten.

    Da ist mir ja fast “unser” Querdenker noch um einiges
    symphatischer, und das will was heißen!

  43. THOMAS MARX meint

    Zitat: “Mit G.W. ist es vergebliche “Liebesmüh”…”Zitat Ende

    Es gebührt ihm unsere Anerkennung, dass er den Mut hat, hier in diesem Haifischbecken zu schwimmen. Ich würde es frei nach Voltaire formulieren: “Ich hasse es, was er sagt, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass er es sagen darf.”

  44. Ännchen von Tharau meint

    @ THOMAS MARX…

    Ich lese Ihre Beiträge recht gerne und stimme vielen (nicht allen) zu:

    zu G.W. Verstehe ich nicht. Anerkennung wofür? Welcher Mut? Wir schwimmen hier doch alle im Haifischbecken der Anonymität.

    MUT: Sich stellen. In diesem Falle. Sich auseinandersetzen. Auch mal etwas eingestehen: DAS ist Mut. Hier seine chauvinistischen Tretminen hinterlassen und dann abzutauchen bzw. noch einen “draufzusetzen”, was ist daran mutig und anerkennungswürdig?

    Wir Deutschen sind wahrlich nicht “unbefleckt” durch unsere Geschichte gekommen. DAS wird hier teilweise sehr ehrlich und schmerzhaft thematisiert..

    Ich kenne keinen “dialogbereiten Beitrag” von G.W.:
    Der Mann kann sich im Spiegel nicht in die Augen schauen..

    Ein Pole?
    Na…

  45. Ännchen von Tharau meint

    @ THOMAS MARX..

    Noch einmal zum Thema “Mut und Anerkennung”:

    Friedrich SCHILLER (1759 – 1805):

    REITERLIED
    Aus dem Wallenstein

    Wohlauf Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd!
    Ins Feld, in die Freiheit gezogen.
    Im Felde, da ist der Mann noch was werth,
    Da wird das Herz noch gewogen.
    Da tritt kein anderer für ihn ein.
    Auf sich selber steht er da ganz allein.

    Aus der Welt die Freiheit verschwunden ist.
    Man sieht nur Herren und Knechte,
    Die Falschheit herrschet, die Hinterlist,
    Bey dem feigen Menschengeschlechte,
    Der dem Tod ins Angesicht schauen kann,
    Der Soldat allein ist der freie Mann.
    (…)

    Unsere Väter und Vorväter haben so gelebt.
    Ob immer für die “richtige + gute Sache”?
    Ich gedenke aber ihrer..
    Ich war zum Glück nie in ihrer Lage..

  46. Grzegorz Wrzeszcz meint

    @Annchen vin Tharau aus Tharau
    “auch mal etwas eingestehen: DAS ist Mut”
    Ich gestehe somit mutig zu, dass ich einen Fehler gemacht habe. Man schreibt “asymmetrisch” und nicht “assymetrisch”.

  47. Ralf Beez Ofw d.R. meint

    @Wertes Ännchen von Tharau aus Tharau Sa 10:15

    Herzlichsten Dank und ein aufrichtiges Vergelt´s Gott
    in allerdeutlichst verschärfter Form für ihren heraus -
    ragenden Beitrag mit dem Reiterlied von Schiller!

    Habe von einem Kameraden mal eine Postkarte bekommen,
    schon zig Jahre her und ich hebe immer alles auf, mit
    einem Soldaten zu Pferd und einem von Kampf und Ent -
    behrungen gezeichneten Gesicht mit dem ersten Absatz
    des Liedes darunter!
    Sie steht immer noch in einem meiner Bücherregale, da -
    mit man immer wieder mal darauf stößt!

    Mit kameradschaftlichen Grüßen!

  48. Ännchen von Tharau meint

    @ Lieber Ralf Beez Ofw d.R. …

    Sie sind eine “treue Seele” im allerbesten Sinne:
    Das muß einmal gesagt werden!

    Mir geht es auch manchmal so: Das Leben kommt häufig um die “andere Ecke”..

    Insofern freut es mich, daß Sie an SCHILLERS “REITERLIED” positiv erinnert wurden:
    Da ist ja Edles, eine Dynamik, ein Vorwärtsdrängen, aber auch Bedrohliches enthalten.
    Und wenn das eintritt, sind wir bei…

    …Ludwig UHLANDS “Der gute Kamerad”
    (Ich hatt’ einen Kameraden): Sie verstehen..
    ——————————-
    Und zu einem Kommentar fällt mir doch glatt ein Zitat aus GOETHES “Götz von Berlichingen” ein:

    “Er aber, sag’s ihm, er kann mich im Arsche lecken!”

    Liebe jf, ist echt klassisch, deutsches Kulturgut! Bitte nicht wegkürzen.
    DANKE!

  49. Ralf Beez Ofw d.R. meint

    @Wertes Ännchen von Tharau aus Tharau Sa 23:07

    D A N K E !

    Da frohlockt das Herz!

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