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Hillary Clinton und die Dorfdeppen

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Den großen Mainstream-Medien geht es immer nur um Meinungsmache und Tatsachenverdrehung statt um objektive Berichterstattung. So gibt es ein übergreifendes Thema, das sozusagen als Metanarrativ sämtliche Nachrichten-Stories durchzieht. Ein paar Beispiele zur Veranschaulichung: CNN-Nachrichtensprecherin Brooke Baldwin gelang es im Februar, eine absolut nachvollziehbare Aussage des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu als „umstritten“ hinzustellen. Angesichts des in Europa grassierenden islamischen Antisemitismus hatte Netanjahu betont, daß „alle europäischen Juden und alle Juden überall in der Welt in Israel eine Heimat haben“.

Für jeden rational denkenden Menschen, der nicht an den geistigen Verrenkungen einer TV-Tussi leidet, ist an dieser Aussage überhaupt nichts zu beanstanden, sondern sie ist aus der aktuellen Wirklichkeit heraus unmittelbar nachzuvollziehen: Die Satellitenstaaten der Europäischen Union weigern sich – und haben davon abgesehen auch nicht mehr die notwendige Macht –, ihre unschuldigen jüdischen und christlichen Bürger vor einer identifizierbaren Gefahr zu schützen.

CNN-Moderatorin Fredricka Whitfield lieferte jüngst ein weiteres Beispiel, indem sie ihren Interviewpartner zunächst als „den umstrittenen schwedischen Künstler Lars Vilks“ vorstellte und ihm dann eine Suggestivfrage nach der anderen stellte. In einer freien Gesellschaft wäre kein Künstler – ob Impressionist, Realist, Wandmaler, Kubist oder Karikaturenzeichner – jemals umstritten, solange er lediglich seinem gewaltfreien Gewerbe nachgeht. Whitfield jedoch fragte diesen harmlosen Karikaturenzeichner, der in ständiger Todesangst versteckt leben muß, mehr oder weniger direkt, ob er sich für die Verbrechen seiner Angreifer verantwortlich fühlt, denn immerhin hätten diese sich durch seine Zeichnungen provoziert gefühlt.

Clintons offizielle E-Mails von einer Privatadresse

Derartige Suggestivfragen legen bestimmte Wirklichkeitsdeutungen nahe. Sie fordern defensive Erwiderungen heraus. Sie schieben die Verantwortung auf andere. Sie stellen Moral und Realität auf den Kopf.

Auch bei der Aufregung um Hillary Clintons unkonventionelle E-Mail-Nutzung blieben Vernunft und Logik wieder einmal auf der Strecke. Hier entfaltet sich die Dynamik folgendermaßen: Man nimmt Clinton für geringfügige technokratische Verstöße ins Visier und läßt damit zu, daß sie sich elegant der Verantwortung für schwere Kriegsverbrechen beispielsweise in Libyen entziehen kann.

Die Dame, die seinerzeit im US-Außenministerium in Foggy Bottom die Peitsche schwang, hatte allem Anschein nach beschlossen, den Einsatz ihres Landes im libyschen Bengasi wie ein Gemeindezentrum zu leiten. Freilich lohnt es sich, das Metanarrativ hinter dem Angriff der linksliberalen Medien gegen Frau Clinton einer genaueren Prüfung zu unterziehen. In erster Reihe standen dabei die New York Times Schulter an Schulter mit Obamas ehemaligem Pressesprecher Robert Gibbs, CNN-Groupies wie Brianna Keilar und Dana Bash. Und mit Ron Fournier vom National Journal, der die Angewohnheit der ehemaligen Außenministerin, eine private E-Mail-Adresse zur Führung der Staatsangelegenheiten zu nutzen, als „skandalös, schäbig, scheinheilig, selbstgefällig, aalglatt“ bezeichnete.

Schöne Ablenkung von Clintons Kriegsverbrechen

Dabei hielt er es jedoch für nötig, sicherheitshalber folgende Widerrufserklärung hinterherzuschieben: „Ich bewundere die Intelligenz, Leidenschaft und Empathie [der Clintons]. Sie haben meine Familie immer gut behandelt. Lange Zeit habe ich ihr sogar zugetraut, daß sie das Potential hätte, eine bessere Präsidentin abzugeben, als er es war.“

Und die Republikaner werden nicht umsonst als die „dumme Partei“ bezeichnet. Sie sind glatt auf diese Strategie hereingefallen, die ich weniger für eine absichtliche Taktik der linksliberalen Medien als vielmehr für eine Reflexreaktion halte? Dabei werfen sie Clinton Verstöße vor, die so gut wie keinen Wirbel auslösten, als die eigenen Parteifreunde sich ganz ähnlicher Vergehen schuldig machte.

Sagt Ihnen Gwb43.com etwas? Diese private Domain des Republican National Committee, von deren Konto 2007 angeblich fünf Millionen E-Mails gelöscht wurden, stand für „George W. Bush, 43.“ Dabei sollen Männer wie der stellvertretende Stabschef Karl Rove, Bushs stellvertretender Direktor für politische Angelegenheiten Jeffery Scott Jennings und sein Chefberater Andrew Card gegen das Gesetz zur Archivierung der Korrespondenz des US-Präsidenten (Presidential Records Act) verstoßen haben. Auch Justizminister Alberto Gonzales wußte angeblich Bescheid. Der derzeitige Medienbeschuß gegen Hillary Clinton ist reine Augenwischerei. Er sorgt dafür, daß sie ungeschoren mit Verbrechen davonkommt, für die ihr eigener Ehemann sie gefeuert hätte.

 

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