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Deutschland läßt kämpfen

Wie zu erwarten war, möchte Berlin das kurdische Militär in seinem Kampf gegen den „Islamischen Staat“ nun auch mit Waffen unterstützen. So heißt es zumindest; ob und wann es dazu kommen wird, bleibt fraglich. Bislang stehen dem zu allererst einmal rein logistische Probleme entgegen: Die kurdischen Streitkräfte sind als Teil des regulären irakischen Militärs vorrangig […] mehr »
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„Linke Heuchler“ – wie unerwartet

Soso. Der sich selbst als „Altlinken“ apostrophierende Reinhard Mohr, Frankfurter Soziologe (oh, oh) und Ex-Sponti (war klar) hat im Zuge seiner mäandernden publizistischen Karriere quer durch alles, was gedruckte Wort an den Mann bringt, das Spießertum des linksliberalen Wohlfühlmenschentums aufs Korn genommen. Bei Facebook und anderswo sind die Leute ganz aus dem Häuschen, dutzendweise raunt […] mehr »
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Vorbilder! „Wir“?

Man lese und staune – nein, vielleicht nicht allzusehr: Natürlich läßt sich mit der Fußballerei auch noch Wochen nach all dem Aufruhr trefflich Presse machen, wenn es schon vom verschlagworteten Flug MH17 nichts neues zu berichten gibt und man sich noch immer nicht auf eine Redaktionen-übergreifende Einheitsberichterstattung gegenüber den Vorgängen im Nahen Osten einigen kann. […] mehr »
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Wie bewältigt hätten Sie’s denn gern?

Titel geholt, WM aus, alle zufrieden, Rückkehr zum Normalzustand. Könnte man zumindest so annehmen; der eine oder andere ist sicher auch ganz froh darüber (so auch der Verfasser). Aber: Noch ist die Gelegenheit zu schön, ein Stück des Sommerlochs auszufüllen, und zumindest für ein paar volkspädagogische Lektionen ist schließlich jede internationale Veranstaltung mit deutscher Beteiligung […] mehr »
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Subventionierte Psychochirurgie

Im Prinzip war es tatsächlich nur eine Frage der Zeit: Der naßforsche Vorstoß, den Bundesfamilienministerin Christina Schröder (geb. Köhler) vor vier Jahren mit Einführung der sogenannten „Demokratieklausel“ und Auflage eines Programms gegen Linksextremismus unternahm, wird von ihrer Amtsnachfolgerin Manuela Schwesig nun umfänglich zurückgenommen. Angegebene Gründe hierfür sind eine empirisch festgestellte Wirkungslosigkeit, wie auch die Tatsache, […] mehr »
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Ein Jünger fürs Sommerloch

Ursprünglich beabsichtigte ich, mich vor dem Hintergrund des verschwörungstheoretischen Humbugs der bundesrepublikanischen Presselandschaft exemplarisch einmal mit einer Kollegin von der FAZ und dem hysterischen Gefuchtel über ein „russisches Hitler-Szenario“, das dort veranstaltet wird, zu befassen. Auf der Suche nach einem postmodernen Rasputin-Äquivalent hat man sich dabei dankbar auf Alexander Dugin gestürzt, der ob seiner skurrilen […] mehr »
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Ein trüber, stumpfer Spiegel

Kalauer hin, Kalauer her: Man fragt sich schon, wo die Hamburger Illustrierte mit ihrem letzten Aufwärmen des syrischen Bürgerkrieges eigentlich hin will. Sicher, die Spiegel-Redaktion wirft jede Woche mindestens ein längeres Stück zu dem Thema aus, doch sind die – man werfe einen Blick ins Archiv – ziemlich klar auf Linie gebracht. Vorrangig um Flüchtlinge […] mehr »
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Großer Bruder, kleine Erkenntnis

Es ist gelegentlich schon sehr ulkig, zu sehen, wie „brandneue“, „gravierend“ „kontroverse“ Dinge innerhalb von ein paar Tagen wieder versanden. Als zugegebenermaßen böswilliger und gelegentlich hintergründiger informierter Beobachter denkt man sich da schon so seinen Teil, aber das sei natürlich jedem selbst überlassen. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine ist allerdings […] mehr »
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Sinnestäuschungen der Qualitätsmedien

Was die einschlägigen Massenmedien dem Bundesmicheltum in den letzten Wochen an „freundlichen Deutungshilfen“ hinsichtlich der zunehmenden Bürgerkriegssymptomatik in der Ukraine an die Hand gegeben haben, wird gewiß in den kommenden Jahren Stoff für das ein oder andere Buch über Meinungslenkung und Demokratieabgabe (am Einlaß) liefern. Daß man sich dabei in deutschen Redaktionsstuben nicht eben mit […] mehr »
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Fleischhauers Welt: Profitables Versehen

Um einmal kurz den Pfad der Pirinçci-Exegesen und der Kommentierung derselben, soweit sie von der anderen Feldpostnummer kommen und sich durch ihre Beißreflexe selbst entblößen, zu durchbrechen: Da gibt es ja beim Spiegel auch noch diesen Herrn Fleischhauer, der irgendwann an sich herabschaute und verdutzt feststellte, daß ihm gleichsam über Nacht ein ominöser Konservativismus gewachsen […] mehr »