Deutschland

Donnerstag, 29.10.2009

SPD-Politiker Buschkowsky wettert gegen Betreuungsgeld

 

Will keine Unterschicht-Subkulturen fördern: Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky Foto: Bezirksamt Neukölln

BERLIN. Für Aufsehen hat ein Interview mit dem Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) gesorgt, in dem er das geplante Betreuungsgeld für Eltern scharf kritisierte. „In der deutschen Unterschicht wird es versoffen und in der migrantischen Unterschicht kommt die Oma aus der Heimat zum Erziehen“, sagte er dem Tagesspiegel.

Christdemokraten und Liberale planen, ab 2013 ein monatliches Betreuungsgeld von 150 Euro für Eltern einzuführen, die ihre Kinder (im Alter von bis zu drei Jahren) zu Hause betreuen wollen. Als „typisch sozialdemokratisch“ bewertete die stellvertretende CSU-Chefin Dorothee Bär die Äußerungen Buschkowskys gegenüber der Rheinischen Post. „Wir wollen keine staatliche Bevormundung.“ Ihr persönlich sei es wichtig, „daß jede Familie ihr eigenes Familienmodell leben kann“.

Betreuungsgeld gefährdet Unterschicht-Kinder

Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk präzisierte Buschkowsky am Mittwoch seine Kritik an der schwarz-gelben Koalitionsvereinbaung. „Ich möchte niemanden bestrafen.“ Jedoch gäbe es in Deutschland eine Unterschicht, „die einfach für die Kinder, für ein Hereinwachsen in die Gesellschaft, eine Gefahr darstellen“.

„Dort, wo wir vom Milieu sprechen, dort wird das Geld in Statussymbole fließen. Das Geld wird in den Konsum fließen, es wird auch durch die Kehle gehen, es wird in das heimatliche Dorf fließen.“ Dabei sieht er besonders Kinder aus Einwandererfamilien betroffen. „Wir haben einen Aufwuchs der Subkulturen, wir haben einen Aufwuchs der Unterschichten und das lösen wir nicht, indem wir immer mehr Geld in den Transfer stecken.“ (FA)

> Heinz Buschkowsky im Gespräch mit der JUNGEN FREIHEIT




teilen:Diesen Artikel bei Facebook merkenDiesen Artikel bei Yahoo merkenDiesen Artikel bei Google merkenDiesen Artikel bei MySpace merkenDiesen Artikel bei Technorati merkenDiesen Artikel bei del.icio.us merkenDiesen Artikel bei Mr. Wong merken
Anzeige: 1 - 9 von 9.
 

Dietrich Mainz aus NRW

Donnerstag, 29-10-09 20:15

Entspricht es wieder nicht der Betroffenheitsfraktion, dass noch jemand Tacheles redet?
Ganz genau so ist es, auch wenn dieses Grün-Links Lobbyistenpack meint, dieses Klientel auch noch in Schutz zú nehmen!
Nehmt euch doch jeder einer solchen Familie an, laßt sie in euren Wohnungen mitwohnen u. leben. Zeigt doch einmal, was zu ertragen ihr persönlich verkraften könnt!
Und dann reißt den Mund auf, wenn ihr seht, dass jemand wie Buschkowski Unrecht hat!
Fördert die Kinder, die wenig bis kaum Intelligenz aufweisen, weil sie durch ständige Blutsverwandtschaft, übl. in der türk. Unterschicht,
keinerlei gescheite Leistungen bringen können!

 

Martin Heine aus Hannover

Donnerstag, 29-10-09 15:22

[Teil 2/2]

Denn für das von Herrn Buschkowsky angesprochene Problem - wie auch in anderen Bereichen - muß man schlicht und ergreifend endlich einmal den Arsch in der Hose haben, ganz pragmatisch zwischen Transferempfängern und Einzahlern zu unterscheiden. Wer von der Gemeinschaft lebt, muß dann eben auch Einschränkungen wie die hier angemahnte hinnehmen, das Geld nicht bar ausgezahlt zu bekommen, während ich mir für diejenigen, die den Spaß bezahlen, solch eine Gängelung entschieden verbitte.

Der Staat muß in vielen Feldern endlich einmal klare Interessen (zugunsten des Souveräns, des Volkes, und nicht der Industrie o.ä., wohlgemerkt) definieren und umsetzen - und zwar bevor das Prekariat endgültig die Stimmenmehrheit bei den Wahlen hat.

 

Martin Heine aus Hannover

Donnerstag, 29-10-09 15:18

[Teil 1/2]

Als freiheitlich gesinnter Mensch kann man Frau Bär nur beipflichten, daß eine indirekt erzwungene generelle Ablieferung der Kinder in staatlichen Verwahranstalten nicht hingenommen werden kann. Hier muß ganz klar zumindest eine Wahlfreiheit bestehen, ob man es mit dem anfallenden Geldbetrag ermöglicht, daß ein Elternteil sich zuhause selbst um den Nachwuchs kümmert, oder aber dafür eine Fremdbetreuung in Anspruch genommen wird.

 

Bernd Schmieder aus Berlin

Donnerstag, 29-10-09 12:19

Es ist nun schon der vierte in kurzer Zeit, der den Finger in die Wunde steckt.(Siehe auch nächste Prrintausgabe der JF)Festzuhalten wäre auch der Fakt, daß die SPD und die Gewekschaften den Boom fremder Arbeitskräfte zwar nicht verursacht hat, aber es auch nicht verhindert hat. Nun sollten auch die, die sie reingeholt haben auch diese beköstigen und versorgen - oder wieder zurück schicken, wie es im Anwerbevertrag vereinbart war. Schon würden die Arbeitsplätze für ein würdevolles Leben reichen und der Schulstoff der ersten Klassen würde nicht mit Deutsch als Fremdsprache beginnen. Fangen Sie bitte an, Herr Buschkowsky : Gefahr erkannt - Gefahr gebannt !

 

Toni Roidl aus k.A.

Donnerstag, 29-10-09 12:17

Ein Sozi mit Bällen in der Hose. Muss man ja auch mal honorieren. Kommt sicher daher, weil er als Bezirksbürgermeister von Neukölln täglich mit der Realität konfrontiert ist.

 

Peter Böttcher aus Wildeshausen

Donnerstag, 29-10-09 11:59

Unterschicht?
Was soll solch eine Sprücheklopferei?
War es nicht die SPD, die einige Menschen von der Mittelschicht in die Unterschicht reformiert hat?
Und wenn die „Unterschichtler“ saufen, dann fließt das Geld ja zurück in die Wirtschaft.
Wo liegt das Problem??

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Donnerstag, 29-10-09 11:17

Guter Mann, der Herr Buschkowsky. Er hat sich auch schon zu anderen Themen entsprechend geäußert.
Hut ab für den Mut, er macht seinen Job. Warum er bisher unbehelligt blieb, ist mir schleierhaft.
Jetzt schon der zweite SPD-Politiker mit Arsch in der Hose. Wo bleiben bei diesem Thema eigentlich die CDU-Politiker?
Herr Buschkowsky stellt auch das Kindergeld für Personen ohne die deutsche Staatsangehörigkeit in Frage. Richtig so.
Aber eher lutschen wir alle am Daumen, als das durchzusetzen. Das wagen wir nicht mehr.

 

Frank Fischer aus Erfurt

Donnerstag, 29-10-09 11:02

Auch wenn zunehmend warnende Stimmen auch von Trägern des bestehenden Systems kommen, wird sich nicht das Geringste ändern. Diese Leute können ALLE nichts anderes, als Geld verschwenden, das ihnen nicht gehört. Seit 40 Jahren geben sie ungleich mehr aus, als sie einnehmen und das auf die unsinnigste Art und Weise. Sie werden damit weitermachen, bis sich kein Rad mehr dreht. Es wird keine Reformen geben, sondern einen völligen Zusammenbruch. Erst dieser ermöglicht dann einen Neuanfang. Es wird schneller gehen, als viele jetzt noch denken...

 

Joachim Reuter aus Mönkeberg

Donnerstag, 29-10-09 09:10

Der Mann hat schlicht und ergreifend recht.

Im Gegensatz zur abgehobenen politischen "Elite" ist er vor Ort und kennt die Probleme - hat sie auch schon mehrfach beim Namen genannt.

Ein zweiter Sarrazin! Eigentlich müßte in Deutschland endlich etwas in Gang kommen.

 
 

Anmelden um Kommentare zu schreiben.